0 Bewertungen
28.03.2008 
Mittelstandsbank

IKB-Aufsichtsrat kann sich nicht auf Vorsitzenden einigen

von Rolf Benders

Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB kommt auch nach Abschluss der turbulenten Hauptversammlung vom Donnerstag nicht zur Ruhe. Der Aufsichtsrat konnte sich nach Aussagen aus Finanzkreisen bei seiner konstituierenden Sitzung in der Nacht nicht auf einen Vorsitzenden einigen.

Der bisherige Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann scheidet aus Altersgründen aus. Foto: dpa Lupe

Der bisherige Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann scheidet aus Altersgründen aus. Foto: dpa

Es wurde mit Detlef Leinberger lediglich ein stelltvertretender Aufsichtsratschef bestimmt, hieß es am Freitagmorgen. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern. Der bisherige Oberaufseher, Ulrich Hartmann, war mit Ablauf der Hauptversammlung, bei der er von Aktionären wegen der Beinahepleite der IKB mehrfach lautstark beschimpft wurde, aus Altersgründen aus dem Gremium ausgeschieden. Das eigentlich als Nachfolger auserkorene Aufsichtsratsmitglied Dieter Ammer hatte bereits vor Beginn der Hauptversammlung seine Kandidatur für den Vorsitz zurückgezogen.

Die IKB hatte sich mit US-Hypothekenanleihen verspekuliert, wurde mit Milliardensummen von der Muttergesellschaft KfW gestützt und steht nun zum Verkauf. Der Aufsichtsrat hatte auf der Hauptversammlung dem ehemaligen Vorstand die Schuld an der Krise gegeben und war dafür von Aktionären heftig kritisiert worden. "Hier hat eine Amateurmannschaft versucht, in der Champions League mitzuspielen und wurde abgewatscht", sagte Hans-Richard Schmitz von der Aktionärsvereinigung DSW.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Ergo droht Umbau

23.07.2008
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Phoenix-Anleger müssen sich gedulden  Artikel in Merkliste

23.07.2008

Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen gerät unter Druck: Die Behörde braucht dringend Geld, um die rund 30 000 Anleger des insolventen Optionshändlers Phoenix Kapitaldienst zu entschädigen, Sie waren Opfer des größten Kapitalanlagebetrugs der Nachkriegsgeschichte. Artikel


Anzeige