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22.04.2008 
„Nur“ 200 Millionen Euro

IKB reduziert Verlustprognose deutlich

Überraschung bei dem von der Finanzkrise hart getroffenen Mittelstandsfinanzierer IKB: Die Düsseldorfer Bank gab am Dienstag eine korrigierte Verlustprognose heraus, die um 600 Millionen Euro geringer ausfällt als bisherige Annahmen.

HB BERLIN. Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB erwartet für das Geschäftsjahr 2007/08 im IKB-Konzern einen deutlich niedrigeren operativen Verlust als bislang. Der Vorstand gehe jetzt nach IFRS-Regeln von einem Verlust in Höhe von 200 Millionen Euro nach bisher 800 Millionen Euro aus, teilte die Bank am Dienstagabend mit. Diese Verringerung habe sich im Rahmen der noch laufenden Arbeiten zur Erstellung des Konzernjahresabschlusses per 31. März 2008 ergeben.

Die Abweichung zur bisherigen Prognose erkläre sich zum einen aus um 250 Millionen Euro erhöhten positiven Bewertungseffekten der Passiva in Höhe von jetzt 1,5 Mrd. Euro nach passiven latenten Steuern. Zum anderen sei ein positiver Bewertungseffekt der Besserungsabreden von 350 Millionen Euro in der bisherigen Prognose nicht enthalten gewesen. Die Besserungsabreden sind ein Element der Kapitalverstärkung durch die KfW, die im Februar und März 2008 in Höhe von insgesamt 1,050 Milliarden Euro gewährt wurde. Die IKB kündigte an, ihre testierten Sechs-Monatszahlen 2007/08 am 29. April 2008 vorzulegen.

Die IKB musste nach Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt mit Milliardenhilfen des Staates und der Kreditwirtschaft vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Insgesamt gab es drei Rettungsaktionen im Gesamtumfang von rund 8,5 Milliarden Euro.

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