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14.05.2008 
Nach Abgang von Matthäus-Maier

Regierung bestätigt Schröder als künftigen KfW-Chef

Die Bundesregierung will den Chef der NRW-Bank, Ulrich Schröder, zum neuen Vorstandsvorsitzenden der angeschlagenen staatseigenen Förderbank KfW machen. Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium bestätigten am Mittwoch entsprechende Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen. Der NRW-Bankchef soll die Staatsbank wieder stärken.

Die Bundesregierung hat sich auf  Ulrich Schröder als KfW-Chef geeinigt. Foto: dpa Lupe

Die Bundesregierung hat sich auf Ulrich Schröder als KfW-Chef geeinigt. Foto: dpa

bas/rob/saf/HB FRANKFURT/BERLIN. Die endgültige Entscheidung über die Berufung Schröders liegt den Ministerien zufolge beim Verwaltungsrat der KfW. Dessen Zustimmung gilt aber als Formsache. Schröder soll so schnell wie möglich seinen Posten antreten. Einen konkreten Termin gibt es aber noch nicht. Er folgt auf Ingrid Matthäus-Maier, die vor ein paar Wochen wegen der Krise bei der Mittelstandsbank IKB als Kfw-Chefin zurückgetreten ist.

In den vergangenen Tagen war trotz einer ersten Einigung auf Schröder noch einmal der Deutschlandchef der Bank of America, Andreas Dombret, ins Spiel gebracht worden. Der Deutsch-Amerikaner gilt vor allem als ausgewiesener Kapitalmarktexperte. Wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr, hatte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Dombret ins Spiel gebracht. Demnach sollte Dombret allerdings nur für ein Jahr die Frankfurter Staatsbank anführen und anschließend den Posten für Koch freimachen, falls dieser bei Neuwahlen in Hessen als Ministerpräsident scheitern sollte.

Die KfW braucht einen neuen Vorstandssprecher, nachdem Ingrid Matthäus-Maier das Amt niedergelegt hat und im Herbst ganz aus dem Vorstand der KfW ausscheidet. Da die KfW einen Großteil der rund 8,5 Mrd. Euro schweren Rettungsaktion für die Mittelstandsbank IKB getragen hat, ist sie nun selbst angeschlagen. Die Reserven sind aufgebraucht, die Gewinne der kommenden Jahre werden aufgefressen durch Verlustvorträge.

Als neuer Chef der KfW muss sich Schröder unter anderem mit dem Verkauf des KfW-Anteils an der IKB beschäftigen. Am Montag war die Frist für die Abgabe so genannter erhärteter Angebote abgelaufen. „In den nächsten Tagen wird sich die KfW mit ihrem Eigentümer, dem Bund, beraten und dann überlegen, ob und mit welchen Bietern man dann in die entscheidende Runde geht“, sagte ein Sprecher der KfW gestern.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Welche Aufgaben Schröder noch angehen muss

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