0 Bewertungen
07.09.2007 
Firmenjäger nimmt Großbank ins Visier

Investor greift HSBC an

Europas größte Bank HSBC muss sich gegen einen aggressiven Investor wehren. Der New Yorker Finanzier Eric Knight hat sich mit weniger als einem Prozent an HSBC beteiligt und fordert vom Management eine Änderung der Strategie und der Führungsstruktur.

HSBC: Ein Investor macht Druck. Foto: apLupe

HSBC: Ein Investor macht Druck. Foto: ap

mm/LONDON. Knight ist bekannt für seine Attacken auf Unternehmen, unter anderem zwang er den Ölkonzern Shell zu einer Änderung der Unternehmensstruktur. Für seinen Angriff auf die britische Bank hat sich Knight bereits die Unterstützung des mächtigen US-Pensionsfonds Calpers gesichert.

Das Management von HSBC steht seit Monaten unter Druck. Wegen der Kreditkrise in den USA musste die Bank im Frühjahr 1,75 Mrd. Pfund für faule US-Hypothekenkredite zurücklegen. Außerdem hatten Aktionäre die hohen Investitionen ins Investmentbanking kritisiert und eine stärkere Konzentration auf die traditionellen Stärken der Bank in den Emerging-Markets gefordert.

Der Angriff von Knight erinnert an eine ähnliche Attacke des britischen Hedge-Fonds TCI auf die niederländische Großbank ABN Amro. Die Vorwürfe des Fonds machten aus dem Traditionshaus innerhalb weniger Wochen ein Übernahmeziel.

Mit ähnlichen Folgen rechnen Analysten im Fall von HSBC allerdings nicht. Die Aktie der Bank reagierte am Freitag kaum auf die Attacke. „Die Absichten von Knight sind unklar, das Timing wirkt merkwürdig, die ganze Affäre ist bizarr“, kommentierte Analyst Antony Broadbent von Sanford C. Bernstein den Vorstoß. Andere Experten wiesen darauf hin, dass HSBC in den vergangenen Monaten bereits auf die Vorwürfe der Aktionäre reagiert und seine Strategie angepasst habe.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Sauber- und Buhmänner

24.07.2008 , 13:43 Uhr
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Phoenix-Anleger müssen sich gedulden  Artikel in Merkliste

23.07.2008

Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen gerät unter Druck: Die Behörde braucht dringend Geld, um die rund 30 000 Anleger des insolventen Optionshändlers Phoenix Kapitaldienst zu entschädigen, Sie waren Opfer des größten Kapitalanlagebetrugs der Nachkriegsgeschichte. Artikel


Anzeige