Nach der Liechtensteinischen Fürstenbank LGT droht womöglich nun auch der Schweizer Privatbank Julius Bär ein Steuerskandal. Ein ehemaliger Angstellter plant angeblich, Daten über die geheimen Konten zu veröffentlichen.
HB HAMBURG. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete am Wochenende, ein Ex-Manager der Bär-Filiale in der karibischen Steueroase Cayman Islands, plane die Veröffentlichung der Kontodaten unzähliger Kunden. Darunter seien auch etliche reiche Deutsche, hieß es. In Berlin und Frankfurt sei es im vergangenen Jahr bereits zu ersten Ermittlungen der Steuerfahndung gekommen. Die Daten beträfen den Zeitraum von 1997 bis 2002.
Mit Hilfe gestohlener Daten der Bank LGT hatten deutsche Steuerfahnder im Februar einen Hinterziehungsskandal von historischem Ausmaß enthüllt. Nach ersten Razzien wurden Ermittlungen eingeleitet gegen rund 150 Verdächtige, von denen ein Großteil bereits Steuervergehen eingeräumt hat. Weitere Razzien sollen bevorstehen.

