Die große Nachfrage nach Silizium hat in den letzten Jahren zu höheren Preisen geführt und die Struktur der Lieferverträge für Solarzellen deutlich verändert. „Wer sich in dieser angespannten Versorgungssituation Zellen langfristig sichern wollte, musste akzeptieren, dass ein Lieferant schon bei Vertragsabschluss mehrere Millionen Euro forderte“, bestätigt Nieper.
Die jährliche Degression der EEG-Einspeisevergütung zwang die Modulhersteller bereits, die Preise für Solarmodule und -systeme zu senken. Dagegen halten die Lieferengpässe für Silizium als Ausgangsmaterial die Preise für Solarzellen hoch. Trotz dieses Spagats ist Nieper zuversichtlich: „Insbesondere in Südeuropa entwickelt sich der Markt gut.“ Seit Anfang Januar produziert Aleo Solar in Spanien und will die Exportquote stetig steigern.
Solarenergie
Anschub: Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen für die Stromeinspeisung eine attraktive Vergütung. Sie ist degressiv gestaltet, um schnell wettbewerbsfähige Preise zu bekommen.
Rendite: Die Gewinnmarge vor Steuern von Silizium-Produzenten lag laut EuPD Research im ersten Halbjahr 2006 bei durchschnittlich 30 Prozent. Hersteller von Ingots (Stäbe) und Wafern (Scheiben) erzielten 23,4 Prozent, Zellhersteller 12,4 Prozent.
Strategien: Noch ist die Abhängigkeit von Silizium groß. Doch viele Unternehmen sind bereits auf der Suche nach Alternativen. Eine könnten Dünnschicht-Solarmodule sein, die ohne das teure Silizium auskommen. Aleo Solar hat sich jetzt an einem Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen beteiligt.
