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HANDELSBLATT, Freitag, 22. Februar 2008, 14:17 Uhr
Neue Kundenkarte

Payback und Happy Digits bekommen Konkurrenz

Von Friederike Redwitz

Ab dem 3. März greift der Lebensmittelriese Edeka mit einer neuen Kundenkarte die bisherigen Matadoren Payback und Happy Digits an. Gemeinsam mit Edeka und der Deutschen Bank will die Bertelsmann-Tochter mit der „Deutschland-Card“ im lukrativen Kundenkarten-Geschäft mitmischen – doch Kritiker geben dem Versuch wenig Chancen.


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DÜSSELDORF. Die dazu eigens in München gegründete Tochtergesellschaft Deutschland-Card konnte neben der Edeka-Gruppe auch die Deutsche Bank, die Einrichtungshaus-Kette Porta, Pharmagroßhändler Gehe und den Last Minute-Reiseanbieter L?Tur als Partner gewinnen.

Der Lebensmittelkonzern Edeka stellte rechtzeitig zur Einführung sogar das eigene Kundenkartenprogramm Edecard ein. Wer künftig also so viel wie möglich aus seinen Einkäufen herausholen möchte, muss sich neben einer Payback- und einer Happy-Digits-Karte noch ein drittes Kärtchen in den prallen Geldbeutel stecken.

Ehemalige Edecard-Nutzer erhielten das neue Plastik bereits per Post zugeschickt. Um Bonuspunkte zu sammeln, die später in - bislang geheim gehaltene - Prämien umgetauscht werden sollen, müssen sich Kunden allerdings zuvor mit ihren persönlichen Daten im Internet anmelden.

Kritiker bezweifeln, dass ein drittes Multipartnerprogramm in Deutschland noch einen Markt finden wird. Bereits jetzt tragen zwei Drittel aller Deutschen mindestens eine Kundenkarte mit sich, wie das Marktforschungsinstitut TNS Emnid ermittelte. Insgesamt sollen in Deutschland an die 100 Mill. Kundenkarten im Umlauf sein, so das Ergebnis einer Studie der Uni Münster.

Schon der Kölner Handelskonzern Rewe scheiterte mit dem Versuch, eine dritte unternehmensübergreifende Kundenkarte auf den Markt zu werfen. Die so genannte "Rewe Haushaltskarte", die auch Fleurop-, Sixt- und Cinemaxx -Kunden mit wöchentlichen Fernsehverlosungen lockte, floppte gründlich. Inzwischen nahm Rewe das umstrittene Kundenbindungsmittel wieder vom Markt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Warum der Markt gesättigt ist.


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