Dank Kostensenkungen und der Streichung unprofitabler Routen hat die spanische Fluggesellschaft Iberia ihren Gewinn im vergangenen Jahr fast verdreifacht. Und das obwohl die Zahl der Passagiere sank.
HB MADRID. Das Nettoergebnis stieg auf 327,6 Mill. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz legte um 2,5 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro zu. Mit Hilfe von Absicherungsgeschäften gegen den Ölpreisanstieg konnte Iberia
die Kerosinkosten um 2,7 Prozent drücken.
Die Zahl der Passagiere sank um 3,4 Prozent. In der lukrativeren Business Class konnte Iberia
allerdings um fast ein Fünftel zulegen. Besonders zum Jahresende sprudelten die Einnahmen, weil sich mehr Passagiere für Langstreckenflüge in der Business Class entschieden. Iberia
setzt verstärkt auf die Langstreckenverbindungen zwischen Europa und Mittel- und Südamerika. In diesem Geschäft liegt das Unternehmen mit einem Marktanteil von gut 20 Prozent knapp vor dem europäischen Branchenprimus Air France -KLM.
Zudem will es den zur skandinavischen Fluggesellschaft SAS
gehörenden Rivalen Spanair übernehmen. Es halten sich aber auch Spekulationen über ein Interesse von Lufthansa
oder Air France -KLM
an Iberia,
seit sich British Airways
(BA) im vergangenen Jahr um die spanische Airline bemühte. In der Branche wird aber nicht mit einer Bewegung in der Sache vor der spanischen Parlamentswahl am 9. März gerechnet.

