| HANDELSBLATT, Mittwoch, 30. April 2008, 11:29 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Marktforscher | ||||||||||||||||||||||||
GfK findet starken Partner | ||||||||||||||||||||||||
Von Joachim Hofer und Dirk-Hinrich Heilmann | ||||||||||||||||||||||||
Die Tage des traditionsreichen Marktforschers GfK sind gezählt. Am Dienstag teilte das Nürnberger Unternehmen mit, dass es mit dem Londoner Wettbewerber Taylor Nelson Sofre (TNS) über eine Fusion verhandele. Die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten und eine nicht bindende Vorvereinbarung unterzeichnet, hieß es. | ||||||||||||||||||||||||
NÜRNBERG/LONDON. An der Börse kamen die Pläne gestern gut an. Die GfK Durch den Zusammenschluss entsteht das zweitgrößte Marktforschungsunternehmen der Welt. Ziel ist es, die Dienstleistungen künftig weltweit anzubieten. "Die kombinierte Gruppe wäre in der Lage, all ihren Kunden noch effizienter eine größere Breite zu bieten", teilten die beiden Unternehmen mit. Experten sind sich allerdings noch nicht sicher, ob der Deal wie geplant über die Bühne geht. Die Analystin Lorna Tilbian vom Brokerhaus Numis Securities in London glaubt, dass die Fusionspläne zu Gegenangeboten für TNS führen könnten. Als Kandidaten sieht sie den britischen Werberiesen WPP und Finanzinvestoren. Auch Alex De Groote vom Brokerhaus Panmure Gordon hält es für möglich, dass Dritte sich mit einer Offerte für TNS in die Fusion hineindrängen könnten. Womöglich könnten fremde Bieter auf das Wohlwollen der Anteilseigner zählen, meint De Groote. Schließlich könnten Anleger enttäuscht sein, weil sie keine Prämie auf den Aktienkurs erhalten. Für Nürnberg ist die Fusion ein schwerer Schlag, denn der neue Konzern wird künftig von London aus gesteuert. Zudem soll TNS-Chef David Lowden die Führung übernehmen. GfK Die GfK GfK Lesen Sie weiter auf Seite 2: Der starke Zweite hinter Nielsen | ||||||||||||||||||||||||
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