UnternehmenHandel + Dienstleistungen
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Montag, 5. Mai 2008, 14:01 Uhr
GfK und TNS

Marktforscher-Fusion ruft Rivalen auf den Plan

Die geplante Fusion des britischen Marktforschungsunternehmens Taylor Nelson Sofres (TNS) mit der deutschen GfK ruft weitere Rivalen auf den Plan. Ein heimischer Konkurrent von TNS legte seine eigenes Angebot vor.


 Mehr zum Thema: Marktforschungsunternehmen
Artikel

Kein Stellenabbau bei GfK nach Fusion mit TNS (09.05. 14:22)

Artikel

GfK will durch Fusion zweitgrößter Marktforscher werden (29.04. 11:10)

Artikel

GfK findet starken Partner  (30.04. 11:29)

Zum Special ...


HB NEW YORK/MÜNCHEN. TNS lehnte ein Übernahmeangebot von WPP ab und bekräftigte das Interesse an einem Zusammengehen mit der Nürnberger GfK, wie TNS in der Nacht zu Montag auf seiner Internetseite mitteilte. Die WPP-Offerte von 950 Mill. Pfund (1,2 Mrd. Euro) sei unzureichend.

TNS und die GfK hatten vergangene Woche erklärt, zum zweitgrößten Marktforscher fusionieren zu wollen. Die GfK zeigte sich von dem WPP-Vorstoß wenig überrascht: Es sei erwartet worden, dass das geplante Zusammengehen mit TNS das Interesse der Wettbewerber wecke, sagte ein Sprecher. Die GfK gehe aber weiter davon aus, dass ihre vorgeschlagene „Fusion unter Gleichen“ den größeren Wert biete. GfK und TNS ergänzten sich gut, es gebe kaum Überschneidungen. Daher arbeiteten beide Seiten eng zusammen, um das Geschäft abzuschließen.

An der Börse stiegen TNS-Aktien bis zum frühen Nachmittag um mehr als zwei Prozent, während die im deutschen Kleinwerte-Index SDax notierten GfK-Papiere um 1,6 Prozent auf 29,52 Euro fielen. In der vergangenen Woche hatten beide Aktien wegen der angestrebten Fusion deutlich zugelegt.

Die Fusion von GfK und TNS soll über einen reinen Aktientausch abgewickelt werden. Die WPP-Offerte vom Wochenende beinhaltet dagegen auch einen Baranteil. TNS-Chairman Donald Brydon sprach von einem „opportunistischen Vorschlag“ von WPP, der nicht im besten Interesse der Aktionäre seines Konzerns sei.

Die GfK als Nummer fünf der Branche kam 2007 auf einen Umsatz von 1,16 Mrd. Euro, die TNS ist als Nummer drei mit mehr als 1,3 Mrd. Euro etwas größer. Die 1934 gegründete GfK ist vor allem bekannt für die Fernseh-Einschaltquoten in Deutschland, die sie ermittelt, und für den Konsumklima-Index, der die Stimmung der Verbraucher abbildet. Wichtiger sind aber Marktforschungsdaten für Unternehmen. TNS liefert Daten und Studien an politische Organisationen, Medien, Einzelhändler, IT-Konzerne, Autobauer, Pharmaunternehmen und die Finanzbranche. Die Briten sind seit 1960 aus mehreren Fusionen entstanden. Das fusionierte Unternehmen GfK-TNS soll seinen Sitz in London haben, Nürnberg bliebe die Hauptniederlassung in Deutschland mit den wesentlichen Geschäftsaktivitäten der GfK.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Ryanair-Chef erwartet Pleitewelle bei Fluggesellschaften(11.05. 14:02)
Artikel Ex-Gewerkschaftschef Hansen der Lohndrückerei bezichtigt(11.05. 10:52)
Artikel Konflikt um Tui-Aufsichtsrat geht weiter(10.05. 17:54)
Artikel Zugeständnisse von Edeka und Tengelmann(10.05. 16:35)
Artikel Circuit City frei für den Verkauf(10.05. 14:25)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

TECHNOLOGIE
ArtikelAutos ernten Abgas-Energie
ArtikelDie Netz-Milliardäre
BildergalerieWasserwüste Sahara
Lesen Sie aktuell auf   
Stiftungen als Statussymbol
Cooles Fast Food
» weitere Meldungen
KÖPFE
11.05. 08:46 Vom Kopilot zum Kommodore
Norio Ohga, Ehrenpräsident von Sony und Wegbereiter der CD, war einer der engsten Freunde von Herbert von Karajan. Sie sind zusammen gesegelt und geflogen. Am 16. Juli 1989 starb der Maestro in Ohgas Armen. Der „Kommodore“ fliegt seitdem ohne seinen Kapitän weiter.
10.05. 08:45 Der Schuh-Macher
Willy Steffen Iser ist ein erfolgreicher Headhunter – bis zu dem Tag, als seine Tochter ihre ersten Schuhe braucht. Er fühlt sich schlecht beraten und gründet eine eigene Firma für passgenaue Kinderschuhe. 2007 hat seine Firma Cangorino 10 000 Paar Schuhe verkauft. Dieses Jahr sollen es noch mehr werden.
09.05. 18:12 Neuer Chef für Bahn-Gewerkschaft Transnet
Nachfolger des zurückgetretenen Transnet-Chefs Norbert Hansen wird sein bisheriger Stellvertreter Lothar Krauß. Das fünfköpfige Spitzengremium der Bahngewerkschaft nominierte den 52-Jährigen am Freitag auf einer Sondersitzung in Frankfurt am Main. Mit seiner Meinung zur Privatisierung des Konzerns hält er nicht hinter dem Berg.
ArtikelHeinz Schimmelbusch kehrt zurück  (09.05)
ArtikelViel Lob für den Gejagten  (09.05)
ArtikelTransnet-Chef Hansen will in den Bahn-Vorstand  (08.05)
BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Einmal Sterne und zurück
Von einer „Hochzeit im Himmel“ spricht Jürgen Schrempp, als er vor zehn Jahren, am 7. Mai 1998, die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler zur „Welt AG“ verkündet. „Wir können es jetzt mit jedem aufnehmen.“ Heute ist die Unternehmensehe längst geschieden. Einmal Sterne und zurück – die wichtigsten Meilensteine der Verbindung. Und: Wie Daimler und Chrysler heute dastehen.

Tino Andresen und Carsten Herz
Bildergalerie  Showdown im Machtkampf bei Tui
Die heutige Hauptversammlung des Touristikkonzerns verspricht turbulent zu werden: Großaktionär John Fredriksen will den Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Krumnow abwählen lassen. Tui-Chef Michael Frenzel könnte das mit Hilfe seiner Unterstützer verhindern. Doch auch Frederiksen steht nicht alleine da. Wie die Fronten verlaufen und wer die wichtigsten Akteure sind.

Von Sönke Iwersen und Eberhard Krummheuer
Bildergalerie  Die wertvollsten Banken Europas
Die Finanzkrise wirkt sich massiv auf die Börsenwerte der europäischen Großbanken aus. Auch Rezessionsängste und enttäuschende Quartalszahlen verschrecken die Anleger. Das wirbelt die Rangfolge der Kreditinstitute durcheinander. Die Top ten der wertvollsten Banken Europas und wo die deutschen Institute stehen.

Bildergalerie  Die spektakulärsten Banken-Schieflagen seit 1974
Die deutsche Bankenszene hat schon so manchen Tiefschlag wegstecken müssen: Immer wieder gab es spektakuläre Pleite und bemerkenswerte Schieflagen von Instituten, die für Schlagzeilen sorgten. Ein Überblick über einige der spektakulärsten Fälle seit 1974.

Bildergalerie  28 Milliarden für die Anleger
Mit 28 Milliarden Euro schütten die Dax-Konzerne in diesem Jahr so viel Geld aus wie noch nie. Trotzdem gibt es auf den Hauptversammlungen Anlass, kritisch nachzuhaken – denn ob die Unternehmen auch im nächsten Jahr noch auf Rekordniveau verteilen, ist fraglich. Welche Konzerne die höchste Dividendenrendite aufweisen – und welche Fragen die Aktionäre welchem Unternehmen unbedingt stellen sollten.

Bildergalerie  Was Dax-Konzerne ihren Aufsehern zahlen
Die wachsende Professionalisierung deutscher Aufsichtsräte zahlt sich für die Mitglieder der Kontrollgremien in barer Münze aus. Die 30 Dax-Firmen ließen sich ihre Chefaufseher im vergangenen Jahr durchschnittlich 15 Prozent mehr kosten als im Vorjahr. Doch die Bezüge unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen enorm – ein Ranking.

Business-Wissen
Die neuesten Managementbücher, Fallstudien und Forschungsergebnisse von der Handelsblatt-Redaktion für Sie ausgewählt und auf den Punkt gebracht.
Dax-30-Klickspiel
AUSSENWIRTSCHAFT
ArtikelMerkel lenkt den Blick auf Lateinamerika
ArtikelEnergiemarkt lockt Investoren
ArtikelDas Kreuz mit der Inflation
BUSINESS-MONITOR
ExklusivmeldungTop-Manager fordern Vereinfachung des Steuersystems
ArtikelGroße Trends, große Chancen
ExklusivmeldungUnternehmen rüsten sich gegen Währungsrisiken
MARKTINFORMATIONEN
 DAX 7.003,17 -0,97%
 L-Dax 6.988,41 -1,25%
 TecDAX 835,29 -1,32%
 L-TecDAX 834,30 -1,51%
 Dow 12.745,88 -0,94%
 Nasdaq 1.960,29 -0,33%
 Nikkei 225 13.565,91 -0,65%
 DJGTitans 191,73 -0,25%
 Euro(USD) 1,5473 +0,11%
 Euro-Bund 115,14 +0,53%
 Gold NY 876,00 -0,11%
 Rohöl ($/B) 124,52 +2,22%
DAX 30 TOPS+FLOPS
 E.ON 126,700 +0,88%
 Dt. Telekom 11,79 +0,34%
 Fresenius 34,60 +0,29%
 Dt. Börse 98,25 -3,77%
 BMW 36,20 -4,11%
 Linde 91,97 -4,84%
MARKTBERICHTE
ArtikelUS-Börsen zwischen guten Abschlüssen und teurem Öl  (10.05)
ArtikelWall Street schließt im Minus  (09.05)
ArtikelDax schließt mit über 7 000 Punkten  (09.05)

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Geschäftsführer-Quiz

Bei Fehlern drohen Geschäftsführern Haftungsfolgen. Testen Sie Ihr Wissen.
Wasserwüste Sahara

Wie die Sahara von der grünen Lunge Afrikas zur Wüste wurde.
Öl-Fakten

Hintergrund: Das Wichtigste, was man aktuell über Erdöl wissen sollte.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick