MÜNCHEN. „Es ist selbstverständlich,
dass zwei so starke, expandierende Unternehmen wie GfK und TNS
in der Zukunft eher mehr als weniger Beschäftigte benötigen
werden“, schrieb GfK-Vorstandschef Klaus Wübbenhorst am Freitag
in einem Mitarbeiterbrief, der Reuters vorlag.
Der britische Marketing-Konzern WPP versucht die
Fusion zu torpedieren. Die TNS hat ein Übernahmeangebot durch
WPP über rund 1,2 Mrd. Euro als zu niedrig abgeschmettert.
WPP-Chef Martin Sorrell hatte in einem Interview der
„Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, er wäre auch dann noch
an TNS interessiert, wenn diese mit der GfK zusammengehen würde.
Sorrell sagte, die GfK-Beschäftigten fürchteten einen massiven
Stellenabbau. Internen Plänen zufolge sei ab dem dritten Jahr
der Fusion ein Sparpotenzial von gut hundert Millionen Euro
vorgesehen, das ohne Stellenabbau wohl nicht zu erreichen sei.
Wübbenhorst wies die Äußerungen als unhaltbar und tendenziös
zurück.