Die Post erwirtschaftet bereits rund die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland. Mit Exel wird sich dieser Anteil weiter sprunghaft erhöhen. Damit kommt Zumwinkel auch seinem Ziel näher, die bisher starke Abhängigkeit vom Briefgeschäft Schritt für Schritt zu verringern. Ende 2007 läuft das nationale Briefmonopol der Post aus, was für die Post zu Einbußen durch mehr Konkurrenz führen könnte.
Bei der Logistik setzt die Post auf einen globalen Wachstumsmarkt und eine weltweite Präsenz. „Als globaler Marktführer können wir überdurchschnittlich vom wachsenden Welthandel profitieren“, erläuterte Zumwinkel die Aussichten. Das Marktvolumen für höherwertige Logistiklösungen beläuft sich nach Branchenschätzungen auf etwa 157 Mrd. Euro pro Jahr.
Mit Exel, das in der so genannten Kontraktlogistik führend ist, und ihrer Marktführerschaft in der Luft- und Seefracht könne die Post ihren Kunden künftig Gesamtangebote für logistische Komplettlösungen machen, die in der Branche einzigartig seien, betonte Zumwinkel. Bei der Kontraktlogistik geht es um die Organisation und den Vertrieb von Waren- und Material mit Transporten und Lagerungen für Unternehmen. Firmen aus Industrie und Handel vergeben dieses immer öfter Management an einen externen Partner. Und der heißt seit diesem Mittwoch in den meisten Fällen Deutsche Post.

