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20.11.2007 

Transnet-Chef Norbert Hansen: Auch er fordert ein neues Angebot von der Bahn. Foto: apLupe

Transnet-Chef Norbert Hansen: Auch er fordert ein neues Angebot von der Bahn. Foto: ap

Eine Lösung wird für die Bahn nicht einfach: Schon vor Beginn des Geheimtreffens zwischen Bahn und GDL forderte der Vorsitzende der Verkehrsgewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, im ZDF-Morgenmagazin ebenfalls ein neues Angebot der Bahn. Er gehe davon aus, dass die Bahn „auch die Interessen der übrigen Bahnangestellten“ bei dem Treffen berücksichtige. Auch Transnet führe mit der Bahnspitze seit Monaten Verhandlungen um die Verbesserung der Entgeltstruktur.

Das bisherige Angebot der Bahn enthält außer der Übernahme des Tarifabschlusses mit Transnet und GDBA zusätzliche Verdienstmöglichkeiten durch Mehrarbeit und günstigere Dienstpläne. Die GDL fordert einen eigenständigen Tarifvertrag für Entgelte und Arbeitszeiten und zudem Einkommensverbesserungen im zweistelligen Prozentbereich.

Transnet und die Gewerkschaft GDBA hatten für ihre Mitglieder eine Tariferhöhung von 4,5 Prozent durchgesetzt. Die GDL forderte für die Lokführer ursprünglich 31 Prozent mehr Lohn. Ihr Chef Manfred Schell war aber zuletzt davon abgerückt und hatte etwa 15 Prozent als realistisch bezeichnet. Hansen sagte dagegen: „Ich gehe davon aus, dass das Angebot auf jeden Fall auch die Interessen der übrigen Beschäftigten berücksichtigt und deswegen wird es problematisch sein, eine zweistellige Prozentzahl anzubieten.“ GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel warnte im Bayerischen Rundfunk vor unterschiedlichen Tarifregelungen innerhalb des Bahn-Konzerns.

Die Arbeitgeber warnten erneut vor einem eigenen Tarifvertrag für die Lokführer. „Sollte es der GDL gelingen, einen Spartentarifvertrag zu erzwingen, befürchte ich weitere Nachahmer“, sagte Verbandspräsident Dieter Hundt der Zeitung „Unternehmen“. „Keine Branche wäre sicher, dass nicht kleine Arbeitnehmergruppen, die Schlüsselpositionen besitzen, ihr Erpressungspotenzial ausnutzen.“

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