Zumwinkel ist dabei offenbar nur bis Wert Vier und Fünf gekommen: „Nach eindeutigen Prioritäten handeln“ und „Unternehmerisch handeln“. Das hat er wohl wörtlich genommen und auch auf sein privates Vermögen gemünzt.
Bild für Bild: Die Razzia im hause Zumwinkel in Köln-Marienburg
Allein Zumwinkels Jahressalär bei der Post belief sich laut Geschäftsbericht im Jahr 2006 auf 1,4 Millionen Euro plus Boni sogar auf 2,9 Millionen Euro. Zumwinkel hat nach seinem Ausscheiden einen Anspruch auf Pension in Höhe von 75 Prozent seines letzten Jahresgehalts - auch „für den Fall der Beendigung des Vorstandsvertrags vor Ablauf der planmäßigen Vertragszeit“. Das sind deutlich über eine Million Euro. Zumwinkels Vorstandsvertrag wäre im November regulär ausgelaufen. Daneben kommen noch Vergütungen für Aufsichtsratsposten, beispielsweise bei der Lufthansa von 65 000 Euro, die sich schnell auf einen sechsstelligen Betrag im Jahr aufhäufen.
Hätte Zumwinkel die Regeln des Konzerns zu Ende gelesen, wäre die Geschichte möglicherweise anders ausgegangen. Denn da steht auch noch unter Punkt Sechs „Integrität nach innen und außen leben“ und unter Punkt Sieben „Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“.

