Beim angestrebten Abbau der Verluste im US-Express-Geschäft drückt der frühere Logistikvorstand auf die Tube. Die Post leidet in den USA unter dem harten Wettbewerb mit den Platzhirschen UPS
und FedEx
und jüngst auch verstärkt unter den Problemen der US-Wirtschaft. Trotzdem deutet sich keine Trennung von der Sparte an: Die Optionen seien eingegrenzt, im Mai solle eine Lösung vorgestellt werden, kündigte Appel an. Ein Rückzug aus dem US-Geschäft sei keine Lösung. Der US-Markt sei fester Bestandteil der Wachstumsstrategie des Konzerns.
Neben dem US-Express-Geschäft habe die Zukunft der Postbank
Priorität bei der Post, erläuterte Appel. Die Postbank
verfüge über eine starke Plattform und werde die Konsolidierung der Branche aus einer Position der Stärke mitbestimmen. Die Gewerkschaft Verdi stemmt sich gegen einen Verkauf der Postbank.
Zuvor war bereits im Aufsichtsrat der Tochter Widerstand gegen einen Verkauf laut geworden. Appel rückte am Montag an die Spitze des Kontrollgremiums der Postbank,
wo er dem langjährigen Post-Chef Klaus Zumwinkel nachfolgt.
Bei der Expansions- und Dividendenstrategie hält Appel an der Strategie der Post fest. "Unser Schwerpunkt wird weiterhin auf organischem Wachstum liegen", sagte Appel. Die Ausschüttungen sollen langfristig verdoppelt werden. Während in den vergangenen fünf Jahren 3,2 Mrd. Euro an die Aktionäre flossen, sollen es in den kommenden fünf Jahren 6,4 bis 6,8 Mrd. Euro werden.
Vorbörslich gaben die Titel zunächst leicht nach drehten dann aber am Vormittag ins Plus.

