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10.04.2008 

Die Gewerkschaft hatte in der vergangenen Woche mit Warnstreiks bei der Post begonnen, um eine dauerhafte Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit der rund 55 000 Beamten bei der Post von 38,5 auf 41 Stunden zu verhindern. Anfang der Woche hatte der Konzern die Arbeitszeit für die Beamten trotzdem angehoben. Verdi befürchtet, dass die Arbeitszeit auch für die 130 000 Tarifbeschäftigten verlängert wird und in Zukunft Tausende Arbeitsplätze bei der Post gestrichen werden. Um dies zu verhindern, will sie zehn zusätzliche Urlaubstage für die Angestellten durchsetzen. Die Gewerkschaft fordert zudem den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 30. Juni 2011. Der bisherige Beschäftigungspakt war Ende März ausgelaufen. Den Lohn-Tarifvertrag hatte Verdi aufgekündigt.

Beide Seiten hatten sich zuletzt im Mai 2006 bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf Lohnerhöhungen von drei Prozent in einer ersten Stufe und 2,5 Prozent in einem zweiten Schritt verständigt. Die Gewerkschaft hatte in der vergangenen Tarifrunde ursprünglich 4,5 Prozent höhere Entgelte gefordert.

Ein Post-Sprecher sagte, der Konzern erwarte, dass es nun bis zu den Verhandlungen in der kommenden Woche keine Warnstreiks mehr gebe. Die Post werde die Lohnforderung dann "in guter Tradition" mit Verdi am Verhandlungstisch erörtern. Die Post sei für sichere und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. In diesem Zusammenhang sei auch eine "angemessene Lohnsteigerung" möglich. Es müsse aber ein Gesamtpaket aus Lohn, Arbeitszeit und Kündigungsschutz geschnürt werden.

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