1 Bewertung ****
06.05.2008 

Die Post versucht in den USA den Platzhirschen UPS und Fedex die Stirn zu bieten. Anlaufschwierigkeiten und Qualitätsprobleme hatten sie dabei aber immer wieder zurückgeworfen. Milliarden-Verluste waren die Folge. Allein 2007 musste die Post rund 600 Mill. Euro auf das US-Geschäft abschreiben. Nun wird das Geschäft zudem von der flauen Konjunktur belastet, mit deren Auswirkungen auch Fedex und UPS kämpfen.

Bei den Aktionären stieß die Entwicklung in den USA auf harsche Kritik. Die Gewinne der Post seien rückläufig, kritisierte Willi Bender von der SdK. Der Aufsichtsrat dürfe nicht entlastet werden, da er die US-Entwicklung toleriert habe. Ein DSW-Vertreter sagte, die Verluste in den USA könnten nicht mehr hingenommen werden.

Der über eine Steueraffäre gestolperte langjährige Konzernlenker Zumwinkel, der im Februar zurückgetreten war, wurde vor den Aktionären sowohl von Appel als auch von Aufsichtsratschef Jürgen Weber gewürdigt. Er bedauere die Umstände, die zum vorzeitigen Ausscheiden Zumwinkels geführt hätten, sagte Weber. Dieser habe in 18 Jahren einen Weltkonzern aufgebaut. Appel sagte, das Management könne auf ein "hervorragendes Fundament" aufbauen, das Zumwinkel gelegt habe.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterKöpfe

Fit for Meedia  Artikel in Merkliste

Einst war Dirk Manthey mit seiner Verlagsgruppe Milchstraße ein Star der Medienbranche. Nun versucht er mit einem Onlinedienst sein Comeback als Medienunternehmer. Artikel


Anzeige