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07.05.2008 

Dies gilt auch für das Abstimmungsverfahren. Heute will Fredriksen die Abwahl des Aufsichtsratschefs Jürgen Krumnow und des Aufsichtsrats Franz Vranitzky durchsetzen. So steht es in Punkt elf der Tagesordnung. Das Problem: Vranitzky ist vor wenigen Tagen bereits zurückgetreten.

Auf der Fredriksen-Seite herrscht nun Furcht, dass alle Stimmen, die im Vorfeld der Hauptversammlung für diesen Punkt abgegeben wurden, von Tui für ungültig erklärt werden. Tui bestreitet dies. Jeder Aktionär habe bis zur Abstimmung die Möglichkeit, seinen Vertreter im Hauptversammlungssaal anlässlich der neuen Sachlage neu zu beauftragen.

Ob dies in der Praxis möglich ist, bleibt zweifelhaft. Viele Aktionäre lassen sich etwa vom internationalen Beratungsinstitut Risk Metrics Group leiten. Dessen Tui-Analyst Nelson Seraci sagte dem Handelsblatt, dass seine Klienten ihre Stimmen nachträglich nicht mehr abändern können - aus rein verwaltungstechnischen Gründen.

In diesem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Macht bei Tui könnten damit die Fondsanbieter zum Zünglein an der Waage werden, auch wenn sie im Durchschnitt nur zwei bis drei Prozent an Tui halten. Offiziell äußert sich keiner der großen Investmentanbieter. Nach Brancheninformationen werden jedoch die Deutsche-Bank-Tochter DWS, die Allianz-Tochter AGI und die genossenschaftliche Union Investment in jedem Fall kritisch gegenüber dem Tui-Management stimmen wollen. Die beiden anderen großen Fondshäuser, die Sparkassentochter Deka und die Commerzbank-Tochter Cominvest, wollen sich den Gerüchten zufolge nicht gegen Frenzel stellen.

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