0 Bewertungen
26.06.2007 
Zeitungsbericht

Lufthansa und Post planen Frachttochter

Laut eines Zeitungsberichts wollen die Deutsche Post und die Lufthansa eine gemeinsame Tochter für Frachtflüge ins Leben rufen, die zumindest teilweise unabhängig von den Müttern agieren soll.

Selbst große Jumbo-Jets sollen bei der Frachttochter fliegen. Foto: dpaLupe

Selbst große Jumbo-Jets sollen bei der Frachttochter fliegen. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Das geplante Joint Venture des Post-Expressdienstes DHL und der Lufthansa Cargo solle eine interkontinentale Cargoflotte betreiben, die zeitkritische Kuriersendungen und klassische Luftfracht nach Nordamerika, Ostasien und in den Nahen Osten befördern soll, meldet „Die Welt“ in ihrer Dienstagsausgabe. „Wir sind bei unseren Verhandlungen inzwischen auf der Zielgeraden angelangt“, zitierte das Blatt einen mit der Angelegenheit befassten Manager.

An der neuen Gesellschaft, die 2009 an den Start gehen soll, wollten sich beide Parteien mit je 50 Prozent beteiligen, schreibt die Zeitung. Als operative Basis sei der Flughafen Leipzig/Halle vorgesehen, wo die DHL derzeit ihr zentrales europäisches Sortier- und Verteilzentrum für Expresssendungen errichtet. Das neue Unternehmen solle dem Vernehmen nach von dem derzeitigen Lufthansa-Manager Thomas Papke geleitet werden.

Was die künftige Flotte betrifft, sind laut Bericht die beiden Boeing-Frachtflugzeugmodelle B777F und B747-400F in der engeren Auswahl. Geplant sei die Anschaffung von zehn Maschinen, wobei derzeit noch offen sei, ob sie gekauft oder geleast werden sollen. Die Flugzeuge soll das Gemeinschaftsunternehmen nach Informationen der „Welt“ in Eigenregie betreiben, also unabhängig von den bestehenden Flugzeugparks der Muttergesellschaften DHL und Lufthansa Cargo.

Eine Lufthansa-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren, sagte aber, die Deutsche Post sei größter Frachtkunde von Lufthansa. Es gebe vielfältige Kooperationen mit der Post und ihren Töchtern, darunter auch der DHL. „Diese werden natürlich ständig weiter entwickelt“, sagte die Sprecherin weiter.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterKöpfe

Segler auf rauer See  Artikel in Merkliste

Dem Hobby-Segler Richard Syron bläst der Wind oft rau ins Gesicht. Beruflich lief es für den Freddie-Mac-Chef bisher besser: Doch seit Ausbruch der Subprime-Krise steuert sein Unternehmen durch schwere Gewässer und "Kapitän Syron" wird öffentlich kritisiert. Vor allem, weil er ein ungewöhnlich hohes Gehalt bezieht. Artikel


Anzeige