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02.11.2007 
Russland verlängert Überflugrecht um zwei Wochen

Schneller Umzug für Lufthansa unmöglich

Russland hat der Lufthansa-Frachttochter Cargo im Konflikt um die Überflugrechte einen zweiwöchigen Aufschub gewährt, nachdem sich die deutsche Seite zur Verlagerung eines Drehkreuzes von Kasachstan ins russische Krasnojarsk bereit erklärt hat. Doch damit ist der Konflikt noch lange nicht gelöst.

Die Maschinen von Lufthansa Cargo müssen vorerst keinen Umweg mehr fliegen. Foto: dpaLupe

Die Maschinen von Lufthansa Cargo müssen vorerst keinen Umweg mehr fliegen. Foto: dpa

HB MOSKAU/BERLIN. Es werde eine Verlängerung der Flugrechte bis zum 15. November geben, weil die deutsche Seite zuletzt „guten Willen“ in den Gesprächen über ein Frachtdrehkreuz in der sibirischen Stadt gezeigt habe, teilte das russische Verkehrsministerium am Freitag in Moskau mit.

Die Lufthansa-Tochter Cargo, die nach eigenen Angaben Russland seit Sonntag nicht mehr überfliegen durfte, reicht die Verlängerung nicht. Aus Gründen der Planungssicherheit benötige das Unternehmen „eine langfristige und nachhaltige Genehmigung für Überflüge über Russland über den 15. November hinaus“, heißt es in einer Lufthansa- Mitteilung.

In Moskau hieß es, die deutsche Seite habe angekündigt, bis zum 7. November zu entscheiden, ob in Zukunft Krasnojarsk für die Zwischenstopps bei Flügen nach Südostasien angeflogen wird. Es gehe nun um den Zeitplan für die Verlagerung des Drehkreuzes nach Krasnojarsk, verlautete in Berlin. „Voraussetzung für diesen Umzug ist die Schaffung der Infrastruktur, um den Anflug des Airports bei jedem Wetter zu gewährleisten“, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Man sei zuversichtlich, dass „wir langfristig zu einer guten Lösung für die russische wie auch für die deutsche Seite kommen“. Die Bundesregierung hatte Russland zuvor nachdrücklich aufgefordert, das Überflugverbot aufzuheben.

Die Lufthansa bekräftigte, ein kurzfristiger Umzug des Drehkreuzes nach Krasnojarsk sei „schon allein aus organisatorischen Gründen nicht möglich“. Lufthansa Cargo werde einen Umzug nur dann „in Erwägung ziehen, wenn dafür die operationellen und kommerziellen Voraussetzungen gegeben sind“. Zudem dürfe die Erteilung von Überflugrechten nicht an Forderungen zur Verlagerung des Fracht- Drehkreuzes geknüpft werden. Derzeit steuert Lufthansa Cargo auf dem Weg nach Fernost knapp 50 Mal pro Woche die kasachische Hauptstadt Astana für den notwendigen Tankstopp an.

Lufthansa Cargo zufolge hatten die russischen Behörden die Überfluggenehmigung überraschend nicht verlängert. Als Begründung nannte das Verkehrsministerium in Moskau die Weigerung der deutschen Seite, sich für ein Frachtflugdrehkreuz in Sibirien zu entscheiden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Was die wirklichen Streitpunkte sind

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