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23.11.2007 
Stelios Haji-Ioannou

„Die fliegen von Nirgendwo ins Nirgendwo“

von Gerd Höhler

„Wer jetzt noch versucht, eine neue Low-Cost-Airline aufzubauen, wird scheitern“, sagt Stelios Haji-Ioannou, Gründer und Hauptaktionär von Easyjet. Im Interview spricht er über die Zukunft seiner Fluggesellschaft, den deutschen Markt und die Einsparpotenziale von Bordtoiletten.

"Es wird in diesem Geschäft immer Leute geben, die Geld zuschießen – aus Eitelkeit", sagt Easyjet Stelios Haji-Ioannou. Foto: ArchivLupe

"Es wird in diesem Geschäft immer Leute geben, die Geld zuschießen – aus Eitelkeit", sagt Easyjet Stelios Haji-Ioannou. Foto: Archiv

Handelsblatt: Tuifly und Germanwings planen eine Fusion. Wie viele der heutigen Low Cost-Gesellschaften werden in fünf Jahren noch übrig sein?

Stelios Haji-Ioannou: Schwer zu sagen. Easyjet und Ryanair werden sicher da sein. Und Air Berlin ist wahrscheinlich inzwischen zu groß, um unterzugehen. Das Problem in der Luftfahrt ist: Es wird in diesem Geschäft immer Leute geben, die Geld zuschießen – aus Eitelkeit. Eines ist aber sicher: Wer jetzt noch versucht, eine neue Low-Cost-Airline aufzubauen, wird scheitern. Er kommt einfach zu spät.

Deutschland ist der größte Markt in Europa. Plant Easyjet innerdeutsche Strecken zu bedienen?

Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun. Aber wir fliegen bereits über 300 Routen, und es gibt noch so viel Potenzial für weitere profitable Strecken, dass wir bisher einfach noch nicht dazu gekommen sind.

Wie schnell soll Easyjet in Zukunft wachsen?

Mögliche Übernahmen nicht gerechnet, liegt unser organisches Wachstum bei etwa 15 Prozent im Jahr. Wir haben jetzt rund 155 Flugzeuge. Weitere 100 sind bestellt. Davon werden einige ältere Maschinen ersetzt, denn wir wollen unsere Flotte jung halten. Das Durchschnittsalter der Maschinen liegt jetzt bei 2,2 Jahren.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Eine Bordtoilette kostet rund 100 000 Dollar

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