Jetzt gehört die Schweizer Fluggesellschaft Swiss endgültig zur Deutschen Lufthansa.
Die Kranich-Linie hat den ehemaligen Swiss -Anteilseignern
den verbliebenen Teil des Kaufpreises überwiesen.
HB FRANKFURT. Drei Jahre nach Bekanntgabe der Übernahme fließt damit der zugleich größte Teil des Kaufpreises von rund 217 Millionen Euro an die ehemaligen Anteilseigner, wie die Lufthansa
am Karfreitag mitteilte. Die früheren Großaktionäre kommen deutlich schlechter weg als die Kleinaktionäre, die etwa ein Drittel mehr Geld für ihre Swiss -Papiere
erhalten hatten.
2005 hatte die Lufthansa
für 15 Prozent der Swiss -Anteile
rund 70 Millionen Schweizer Franken (rund 45 Millionen Euro) an die Kleinaktionäre gezahlt. Der Rest wurde in Form eines Besserungsscheins an die Großaktionäre beglichen, der nun ausgezahlt wird. Damit sei die Übernahme formal beendet, gab Lufthansa
bekannt.
Die Auszahlung beläuft sich auf 269 Millionen Franken (rund 172 Millionen Euro). Sie war an die Entwicklung der Lufthansa
-Aktie
im Vergleich zu den Kursen von Konkurrenten gekoppelt. Während die Swiss -Kleinaktionäre
damals noch 8,96 Franken je Papier bekommen hatten, erhalten die Großeigner nun rund drei Franken weniger, wie eine Lufthansa
-Sprecherin
erläuterte.
Swiss -Chef
Christoph Franz erklärte: "Der Steigflug von Swiss in den vergangenen Jahren unterstreicht die Richtigkeit der Entscheidung der Großaktionäre vor drei Jahren. Diese Entwicklung wäre ohne die Integration von Swiss in Lufthansa
nicht möglich gewesen." Auch Lufthansa
-Chef
Wolfgang Mayrhuber wertete die Übernahme als Erfolg. "Die erfolgreiche Partnerschaft von Lufthansa
und Swiss kommt allen zu Gute: unseren Kunden, Aktionären, Swiss und ihren Mitarbeitern und nicht zuletzt dem Standort Schweiz, insbesondere dem Drehkreuz Zürich", hob er hervor. Den Angaben zufolge stieg die Zahl der Swiss -Passagiere
in den vergangenen drei Jahren um ein Drittel auf über zwölf Millionen. Die Auslastung der Flugzeuge erhöhte sich um fünf Prozentpunkte auf über 80 Prozent.

