HB DÜSSELDORF. Weitere Forderungen beliefen sich auf insgesamt 68 Mill. Euro. Post-Sprecher Dirk Klasen sagte, ein Termin für eine Entscheidung stehe noch nicht fest. Man sei aber optimistisch, im Recht zu sein und Zahlungen von der Telekom zu erhalten. Dabei gehe es um insgesamt acht Logistikcenter, die die Post im Jahr 2000 von der Telekom übernommen habe. Die Post moniere Baumängel und fehlende Baugenehmigungen. Nachdem ein Schadensersatzverfahren gescheitert sei, laufe nun ein Schiedsgerichtsverfahren. Ein Telekom-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die Telekom die Ansprüche für nicht gerechtfertigt halte.
Deutsche Telekom und Deutsche Post, beide mit Sitz in Bonn und zum großen Teil noch vom Staat kontrolliert, verbindet eine lange Partnerschaft. Vor dem Börsengang der Post im Jahr 2000 haben die Konzerne ihre Logistik- und IT-Geschäfte miteinander getauscht. Gleichzeitig sind beide Konzerne geschäftlich eng verbunden. DHL, die Pakettochter der Post, besorgt die gesamte Lagerhaltung und Distribution von Produkten der Telekom-Sparten T-Mobile und T-Com in Deutschland. Eine gewisse Brisanz erhält der Rechtsstreit auch dadurch, dass Deutsche Post-Chef Klaus Zumwinkel dem Aufsichtsrat der Telekom vorsitzt.