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HANDELSBLATT, Dienstag, 21. August 2007, 13:08 Uhr
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Glossar LBO ABS und andere

Worüber in der Finanzkrise die Experten reden.


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LBO – Englisch: Leveraged Buy-out: "Leveraged" heißt gehebelt, gemeint ist eine teils mit Fremdkapital gestemmte Übernahme. Private-Equity-Fonds investieren bei Firmenkäufen nur einen Bruchteil eigenes Kapital. Den Großteil des Kaufpreises, etwa drei Viertel, leihen sie sich bei Banken. Die dabei entstehenden Schulden werden dem gekauften Unternehmen aufgebürdet. LBOs haben zuletzt erheblich zur Liquiditätsschwemme beigetragen, die unter anderem an die weltweiten Aktienmärkte schwappte.


Special: Das eigene Depot absichern.
Welche Strategien helfen, wenn es an den Märkten abwärts geht.

ABS, Asset Backed Securities: Mit Forderungen gesicherte Schuldscheine. Es können alle möglichen Forderungen in Form von ABS verbrieft sein: Kreditkartenzahlungen, Lizenzgebühren, Forderungen von Zulieferern an Unternehmen, Konsumentenkredite, aber eben auch Hypotheken (siehe MBS, unten). Durch ihre hohen Anteile an ABS-Papieren kamen zuletzt sogar langweilige Geldmarktfonds unter Druck. Reinrassige ABS-Fonds mussten gar geschlossen werden, weil Anleger zu viele Anteile auf einmal zurückgeben wollten; sie fürchten Verluste durch geplatzte MBS:

MBS, Mortgage Backed Securities: Das sind nur mit Hypotheken gesicherte ABS-Anleihen. Anders formuliert: Es sind zum Zweck des Weiterverkaufs an Fonds und andere Großanleger verbriefte Hypotheken, meist ein Pool von Hypotheken. Sie gibt es in den USA seit 1960, sie wurden aber erst im jüngsten Immobilienboom sehr populär, waren 2001 das größte Segment im US-Anleihenmarkt. 2003 steckten 2131 Milliarden Dollar in MBS. Diese Summe geht stark zurück; mit den steigenden Zinsen und dem Preisrückgang der US-Wohnimmobilien seit 2005 wurden viele MBS auf Hypotheken von schwächeren Schuldnern wertlos.

CDO, Collateralized Debt Obligation: Ein CDO besteht aus vielen Tranchen. Die oberste Schicht bilden Kredite guter Bonität (AA oder AAA); in den unteren Tranchen liegen die Kredite und Hypotheken der schlechten Schuldner. Die Banken, die CDOs zusammenpackten und dann an institutionelle Anleger wie Hedgefonds und Pensionskassen weiterverkauften, ließen das Gesamtpaket von Ratingagenturen neu bewerten. Diese gaben den CDOs bessere Ratings, als die Summe der Kredite darin im Schnitt erzielt hätte; sie begründeten dies mit der breiten Streuung des Risikos auf viele Schuldner. Entsprechend gut ließen sich die CDOs verkaufen: Die Anleger erhielten bei gleichen Ratings höhere Renditen als etwa für Staatsanleihen.

Quelle: Wirtschaftswoche


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