| HANDELSBLATT, Dienstag, 6. November 2007, 09:52 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Quartalszahlen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ungewissheit bei Premiere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Bezahlfernsehsender Premiere hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient als vor einem Jahr. Eine Prognose für 2008 wagt das Unternehmen nicht - erst will Premiere die Verhandlungen um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga abwarten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
HB MÜNCHEN. Das operative Ergebnis sei um 33,5 Prozent auf 22 Millionen Euro zurückgegangen, teilte Premiere mit. Unter dem Strich blieben mit 0,1 Millionen Euro gerade noch schwarze Zahlen. Die Ergebnisprognose für das Jahr 2007 bestätigte Premiere, revidierte die Umsatzprognose jedoch leicht nach unten. Premiere erwartet nun einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Zuvor hatte das Unternehmen 1,04 bis 1,05 Milliarden angepeilt. Zum Ende des dritten Quartals zählte Premiere rund 4,2 Millionen Kunden. Davon sind 3,5 Millionen direkte Kunden des Bezahlfernsehsenders, 642 000 kamen durch die Sublizenz für das Bundesliga-Programm von Arena indirekt hinzu. Premiere selbst lockte von Juli bis September nur 58 000 Neukunden an.
Wegen des neuen Bieterverfahrens um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga traut sich Premiere vorerst keine Prognose für 2008 zu. Da das Verfahren voraussichtlich erst im April - deutlich später als erwartet - beginne, nachdem Medienzar Leo Kirch als Zwischenhändler mit den Verhandlungen beauftragt wurde, wolle Premiere die Entwicklung zunächst beobachten, teilte der Sender mit. „Wir können nicht ausschließen, dass diese neuen Rahmenbedingungen Einfluss auf das Verhalten bestehender und neuer Kunden haben“, hieß es. Premiere wollte ursprünglich bis Jahresende 2008 mit 4,75 Millionen Abonnenten einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 180 bis 200 Millionen Euro einfahren. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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