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HANDELSBLATT, Donnerstag, 24. Januar 2008, 14:22 Uhr
Inside: Apple

Die Luft ist raus


Apple-Produkte sind immer etwas besonderes - auch im Preis. Das kann zum Problem werden in Zeiten von Kreditkrise und Rezessionsangst in den USA. Und wirklich gehen die Wachstumzahlen in den Vereinigten Staaten zurück. Bisher hatte es Steve Jobs nie nötig, seine Preise zu senken - diese Zeiten dürften bald vorbei sein.


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Sind seine Produkte zu teuer? Apple-Chef Steve Jobs. Foto: ap
Bild vergrößernSind seine Produkte zu teuer? Apple-Chef Steve Jobs. Foto: ap

DÜSSELDORF. Souverän wie immer gab sich Steve Jobs vergangene Woche bei der Eröffnungsrede seiner Hausmesse MacWorld in San Francisco. Er zeigte neue Produkte und verwies auf neue Rekorde. Doch da nagte in seinen Zuhören schon der Zweifel. Seit Ende Dezember hatte die Aktie rund 40 Mrd. Dollar ihres Börsenwerts verloren. Und zum gestrigen Börsenstart kam es noch schlimmer: Mit Minus zwölf Prozent verbuchte Apple den stärksten Tagesverlust seit 2002. Was ist passiert?

Die Zeichen stehen nicht gut für 2008. Der Hersteller von Edel-Computern wird erstmals in einem Rezessionsszenario zeigen müssen, dass ihn der Wandel vom kultigen Nischenanbieter zum Massenhersteller widerstandsfähiger gegen Konjunkturtiefs gemacht hat und nicht anfälliger.

Apple
Chart: Apple
Analystenmeinung
APPLE COMPUTER INC.
Chart: APPLE COMPUTER INC.
Analystenmeinung

Ob iPhone, iPod oder der angekündigte Nobel-Laptop MacBook Air, der in seiner Top-Ausstattung 3 000 Dollar kostet – Apple-Produkte sind immer noch etwas Besonderes. Auch im Preis. Das wiegt schwer in einer Zeit, in der die US-Zentralbank mit einer drastischen Zinssenkung zur Konjunkturankurbelung klarmacht, wohin die wirtschaftliche Reise in den USA geht – abwärts im Strudel der Kreditkrise.

Das spiegelt sich in den außergewöhnlich guten Zahlen des Weihnachtsquartals wider, das einen Umsatzanstieg zum Vorjahr von 35 Prozent auf 9,6 Mrd. Dollar und einen Rekordgewinn ausweist: Der Verkauf von Apple-Computern in den USA fiel im Weihnachtsquartal sogar um 13 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, während er in den anderen Regionen der Welt noch anzog.

Selbst der Absatz stockt. Mit 22 Millionen iPods unter dem Gabentisch waren es zwar noch mal fünf Prozent mehr als Weihnachten 2006. Nur: Die Wachstumsraten fallen im zehnten Quartal hintereinander. Das ist wie mit der Kanonenkugel, deren Flugbahn immer flacher ansteigt, bevor der Wendepunkt kommt. Der Markt scheint gesättigt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wie es um das iPhone steht


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