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15.04.2008 
Breitband-Internet

Über Kabel Deutschland gehen mehr Kunden ins Netz

Der Netzbetreiber Kabel Deutschland ist dabei, sich als ernsthafter Konkurrent der klassischen Internetanbieter zu etablieren. Allein im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen die Zahl der Nutzer, die über ihren Kabelanschluss online gehen, verdoppeln. Nun rückt sogar die Börsenplatzierung in Reichweite.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Der größte deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) hat im vergangenen Geschäftsjahr die Zahl seiner Kunden für Breitband-Internetzugänge via Kabel mehr als verdoppelt. Die Zahl der Internetkunden sei zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 (31. März) auf 394 000 Anschlüsse gestiegen, gegenüber 179 000 Anschlüssen ein Jahr zuvor, sagte der Vorsitzende der KDG-Geschäftsführung, Adrian von Hammerstein, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei von 382 Millionen Euro auf „mindestens 445 Millionen Euro“ gewachsen.

Der KDG-Chef sieht sein Unternehmen zudem als Börsenkandidaten. „Die KDG wäre heute durchaus börsenfähig. Wenn das Marktumfeld stimmt, hätten wir eine tragfähige Equity-Story“, sagte er. An den Liveübertragungs-Rechten der Fußball-Bundesliga hat die KDG dagegen nur geringes Interesse. Sein Unternehmen sei mit der jetzigen Situation „sehr zufrieden“, sagte Hammerstein. Die KDG-Kunden können Liveübertragungen der Fußball-Bundesliga via Premiere-Abonnement anschauen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) versucht seit Monaten Netzbetreiber wie die KDG für einen Einstieg ins Geschäft mit dem Bundesliga-Fernsehen zu gewinnen. Der Verkauf der Fernsehrechte ab 2009 soll demnächst beginnen.

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