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HANDELSBLATT, Montag, 5. Mai 2008, 12:46 Uhr
Landesbank Rheinland-Pfalz prüft Schritte

Franjo Pooth droht dritte Millionenklage

Neuer Ärger für Franjo Pooth: Dem unter Verdacht der Untreue und Insolvenzverschleppung stehenden Unternehmer droht eine weitere Millionenklage. Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte einen Bericht, wonach sie Pooths Firma Maxfield Mitte vergangenen Jahres einen Kredit von rund zwei Millionen Euro gegeben habe.


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Da war die Welt noch in Ordnung: Verona (damals noch Feldbusch) und Franjo Pooth im Aprill 2002. Foto: ap
Bild vergrößernDa war die Welt noch in Ordnung: Verona (damals noch Feldbusch) und Franjo Pooth im Aprill 2002. Foto: ap

HB FRANKFURT. Das zur Landesbank Baden-Württemberg gehörende Geldhaus prüfe nun, ob möglicherweise rechtliche Schritte eingeleitet werden müssten, sagte ein LRP-Sprecher. Derzeit gebe es aber noch keinen konkreten Anhaltspunkt dafür. Das Darlehen sei unter anderem durch Waren besichert. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, eine weitere Bank wolle gegen Pooth klagen.

Zu den Großgläubigern des Ehemanns der Werbeikone Verona Pooth gehören neben der LRP die Stadtsparkasse Düsseldorf und die Commerzbank, bei der Pooths Firma mit knapp 1,8 Millionen Euro in der Kreide steht. Insgesamt summieren sich die Schulden des 38-Jährigen laut „Bild“ auf 15 Millionen Euro. Am Dienstag findet in Düsseldorf eine Gläubigerversammlung statt.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen Pooth wegen des Verdachts auf Bestechung, Untreue und Insolvenzverschleppung. Pooth soll nach Angaben der Behörde Mitarbeiter der Stadtsparkasse Düsseldorf bestochen haben, um an Kredite für seine Firma Maxfield zu kommen. Der frühere Vorstandschef der Stadtsparkasse Düsseldorf, Heinz-Martin Humme, wurde in diesem Zusammenhang im Februar seines Amtes enthoben.

Gegen ihn wird wegen des Verdachts auf Untreue ermittelt. Humme selbst betont, dass er an der Vergabe eines strittigen, auf 1,4 Millionen Euro erhöhten Kredits nicht beteiligt gewesen sei.


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