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HANDELSBLATT, Dienstag, 6. Mai 2008, 22:53 Uhr
Quartalszahlen

Cisco-Ergebnisse über den Erwartungen


Trotz vorsichtiger Prognosen von Cisco Systems-Chef John Chambers gehen die meisten Analysten davon aus, dass der weltweit führende Ausrüster von Daten-Netzwerken weitgehend unbeschadet durch die US-Flaute segeln wird. Die nach Börsenschluss veröffentlichten Ergebnisse für das dritte Quartal von Ciscos Geschäftsjahr 2008 gaben ihnen Recht.



Auch Cisco Systems kann mit guten Quartalsergebnissen punkten. Foto: ap
Bild vergrößernAuch Cisco Systems kann mit guten Quartalsergebnissen punkten. Foto: ap

PORTLAND. Diese fielen besser als erwartet aus und gaben der Aktie weiter Auftrieb. Für das abgelaufene Quartal meldet das Unternehmen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 9,8 Mrd. Dollar. Der Reingewinn unter Einschluss von Einmalposten wie Kosten im Zusammenhang mit Akquisitionen fiel indessen um drei Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar oder 29 Cent pro Aktie. Analysten hatten laut FactSet Research im Schnitt mit einem Erlöszuwachs um neun Prozent auf 9,75 Mrd. Dollar und einem Nettogewinn pro Aktie ohne Sonderlasten von 34 Cent gerechnet. Ohne Einmalposten betrug Ciscos Gewinn 2,3 Mrd. Dollar oder 38 Cents pro Aktie, ein Zuwachs um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Cisco erwirtschaftete im Quartal einen Cashflow von drei Milliarden Dollar und das Liquiditätspolster nahm auf 24,4 Mrd. Dollar weiter zu, obwohl das Unternehmen weitere zwei Milliarden Dollar für den Rückkauf eigener Aktien ausgab.

Die Rezessionsfurcht, die auf dem US-Hightechsektor lastet, wurde erst in der vergangenen Woche durch die enttäuschenden Ergebnisse von Sun Microsystems bestätigt. Der Kurs der Sun-Aktie brach um rund ein Viertel ein. Cisco-Anteile stiegen in den vergangenen Wochen um etwa ein Zehntel auf gut 26,30 Dollar, liegen jedoch immer noch deutlich unter ihrem Hoch von über 34 Dollar vom vergangenen November. Im nachbörslichen Handel nahm der Kurs weiter zu.

Chambers warnte bereits vor Monaten, dass die nächsten Quartale „schwierig“ würden. Dagegen gingen Analysten davon aus, dass der Konzern Nachfrageprobleme in den USA durch höhere Umsätze in Ländern wie Indien und China, durch höhere Einnahmen für Dienstleistungen sowie durch Währungsgewinne bei der Umrechnung in den schwachen Dollar ausgleichen würde. In seiner jüngsten Prognose sagte Chambers, er rechne für Cisco langfristig mit einem Umsatzwachstum zwischen 12 und 17 Prozent pro Jahr.


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