0 Bewertungen
21.06.2007 

Telekom-Chef Obermann hat noch viel Arbeit vor sich. Foto: dpaLupe

Telekom-Chef Obermann hat noch viel Arbeit vor sich. Foto: dpa

Auch im laufenden Jahr ist noch nicht klar, wie die Telekom ihr Sparziel erreichen will. Bislang hat sie erst konkrete Aktionen beschlossen, die 1,1 Mrd. Euro bringen sollen. Geplant sind aber zwei Mrd. Euro. Die Einigung mit Verdi, die vorsieht, dass in den kommenden 18 Monaten weiterhin das volle Gehalt gezahlt wird, macht die Sache nicht leichter.

Gewerkschaft und Telekom hatten zusätzlich vereinbart, dass der Konzern insgesamt dreieinhalb Jahre lang Ausgleichszahlungen für die gekürzten Gehälter leistet. 18 Monate lang sind diese Zahlungen genauso hoch wie die Kürzungen. Danach zahlt die Telekom ein Jahr lang nur noch zwei Drittel und das letzte Jahr ein Drittel der Differenz. Das bedeutet: Wenn Verdi 2009 und 2010 eine Tariferhöhung um jeweils gut 2 Prozent durchsetzt, bleiben die Gehälter der Beschäftigten stabil.

Personalchef Thomas Sattelberger verspricht allerdings, dass 2008 durch die verabredete Nullrunde bei den Gehältern erhebliche Beträge eingespart würden. Einig sind sich Experten darin, dass die Telekom ihre Ausgaben an zahlreichen Stellen senken kann. „Es gibt bei der Telekom noch erhebliches Sparpotenzial – etwa bei der Werbung, dem Vertrieb oder der Vereinheitlichung der IT“, sagt Jochen Reichert vom Analysehaus SES Research. So erschweren unterschiedliche IT-Systeme den Service-Mitarbeitern die Arbeit und drücken damit deren Produktivität.

Das Gros der Einsparungen will die Telekom aber im Vertrieb und durch die Umstellung der Netze auf neue Technik erreichen. Bisher basieren Festnetz und Mobilfunknetz der Telekom auf zwei unterschiedlichen Standards. Der Konzern plant jetzt, seine Netze komplett auf das Internet-Protokoll (IP) umzustellen. Diese Netzwerke der nächsten Generation sind für den Mobilfunk und das Festnetz ähnlich. Durch die Vereinheitlichung sinken die Kosten für die Instandhaltung, außerdem lassen sich Rabatte beim Einkauf der Hardware herausschlagen.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Telekom kreiert Zweitmarke.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterTechnologie

Retter der Wände  Artikel in Merkliste

20.07.2008, 09:12 UhrMit Nanotechnik und Wasser gegen Graffitis: Mit dem Graffiti-Crack können unliebsame Farbschmierereien binnen Minuten entfernt werden. Foto: Reuters

Als Kind erkundete Dirk Schumann die Grenzen seines Chemiebaukastens. Jetzt hat er eine Nanosubstanz entwickelt, die Graffitis binnen fünf Minuten einfach ablättern lässt. Bei ihren Forschungen schreckt Schumanns kleines Forscher-Team auch vor Selbstversuchen nicht zurück. Artikel


Anzeige