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23.10.2007 

Schröder kritisierte darüberhinaus, die Telekom-Mitarbeiter erwarte durch die geplanten Verkäufe auch in anderen Fällen eine unsichere Zukunft. Unklar ist die Lage etwa für rund 18 000 Mitarbeiter im Bereich Systemintegration der Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems. Für sie sucht der Konzern einen Partner. Im Umkreis der Telekom heißt es zudem, der Konzern wolle rund 1 500 Stellen aus den Rechenzentren und damit 30 Prozent aller Arbeitsplätze dort ins Ausland verlagern. In dem Zusammenhang plant die Telekom offenbar betriebsbedingte Kündigungen bei T-Systems. Die Mitarbeiter wurden in Briefen bereits aufgefordert, Angaben zu ihrem Sozialstatus zu machen.

Die Telekom hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Stellen abgebaut. Der einvernehmliche Abbau über Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen wird immer schwieriger und teurer, weil bereits viele Mitarbeiter über freiwillige Regelungen den Konzern verlassen haben. Die Telekom hat sich deshalb entschlossen, ihre Personalkosten auch auf eine andere Art zu senken. Im Sommer hat sie über 45 000 Service-Mitarbeiter in eine neue Einheit namens T-Service ausgegliedert. Dort arbeiten die Beschäftigten länger und verdienen gleichzeitig weniger Geld. Die Telekom spart damit rund 700 Mill. Euro.

Das Konstrukt hat noch einen zweiten Vorteil: Es ermöglicht dem Konzern, die Einheit in einigen Jahren samt Mitarbeitern zu verkaufen. Weil die Gewerkschaft Verdi genau dies befürchtet hat, rief sie für gut sechs Wochen Tausende von Mitarbeitern zum Streik gegen die Gründung der neuen Einheit auf. Das Ergebnis des letztlich erzielten Kompromisses sieht vor, dass die Telekom T-Service zumindest bis zum Jahr 2010 nicht verkauft und bis 2012 auf betriebsbedingte Kündigungen in dem Bereich verzichtet.


Stetig weniger Mitarbeiter

Konstanter Abbau: Die Telekom hat seit der Privatisierung im Jahr 1995 jährlich rund 10 000 Mitarbeiter gehen lassen – dabei aber meist auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet.

Aktuelles Programm: Auch derzeit läuft ein Stellenabbauprogramm, mit dem von 2006 bis 2008 insgesamt 32 000 Beschäftigte die Telekom verlassen sollen. Dies geschieht über Abfindungen, Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen. Die Telekom lässt sich das Programm rund drei Mrd. Euro kosten. Es wird inzwischen jedoch immer schwieriger, weitere Beschäftigte über freiwillige Regelungen loszuwerden.

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