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07.03.2008 

Marktbeobachter hatten der Telekom in den vergangenen Monaten vorgeworfen, den Absprung in Richtung Emerging Markets zu verpassen. Inzwischen sind nicht mehr viele Kaufgelegenheiten übrig und die Preise bereits sehr hoch. So musste Vodafone im vergangenen Jahr 13 Mrd. Dollar für den indischen Mobilfunker Hutchison Essar auf den Tisch legen.

Obermann fehle eine Wachstumsvision, monierten Kritiker. Die Deutsche Telekom schrumpft im Inland, das Wachstum sichert vor allem die Mobilfunktochter in den USA. Aber dort haben bereits über 80 Prozent der Einwohner ein Handy, so dass ein Ende der hohen Zuwachsraten bereits in Sicht ist.

In den übrigen Industrienationen sind die Mobilfunkmärkte bereits weitgehend gesättigt, die Telekombranche setzt deshalb auf Schwellenländer, um weiter zu wachsen. In Nationen mit schwacher Infrastruktur spielt der Mobilfunk eine enorm wichtige Rolle. Selbst in ärmsten Ländern wie Bangladesch leisten sich die Einwohner ein Handy, weil sie oft keine andere Möglichkeit haben, mit Menschen außerhalb ihres Dorfes in Kontakt zu treten.

Durch die hohen Nutzerzahlen in diesen bevölkerungsreichen Ländern lohnen sich die Investitionen für die Mobilfunker trotz der niedrigen Minutenpreise dort. Einer der Vorreiter dieser Entwicklung ist die spanische Telefónica. Sie steht heute unter anderem deshalb besser da als die meisten Konkurrenten, weil sie bereits früh in Lateinamerika investiert hat.

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