Beim bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) rechnet die Telekom
weiterhin mit einer gegenüber 2007 stabilen Entwicklung. Der operative Gewinn lag im vergangenen Jahr bei 19,33 Mrd. Euro. Nicht eingerechnet ist dabei die griechische OTE, an der sich die Telekom
in diesem Jahr beteiligen will.
Die Telekom
-Aktie war am Mittwochmittag regelrecht abgestürzt. Bis gegen 12.30 Uhr verlor das Papier des deutschen Telekommunikationskonzerns deutlich und sackte sogar unter die 10-Euro-Marke auf 9,92 Euro. Eine halbe Stunde später hatte sich der Verlust auf acht Prozent reduziert, die Aktie kostete knapp 10,50 Euro.
Auch die Telecom Italia
befand sich am Mittag mehr oder weniger im freien Fall, der Handel mit dem italienischen Papier an der Mailänder Börse wurde vorübergehend ausgesetzt. Verantwortlich für den Absturz der Aktie waren hartnäckige Gerüchte über eine Kapitalerhöhung bei dem schwer verschuldeten Telekomkonzerns. Im späten Mittagshandel notierten sie trotz eines Dementis von Verwaltungsratschef Gabriele Galateri di Genola immer noch fast sieben Prozent tiefer.
Den Schrumpfungsprozess im angestammten Geschäft mit traditionellen Telefonanschlüssen will die Deutsche Telekom
vor allem mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen und einem Sparprogramm entgegenwirken. Nach Einsparungen von 1,2 Mrd. Euro in der unter der Marke T-Home geführten Sparte im vergangenen Jahr sollen die Kosten in diesem Jahr um eine weitere Milliarde Euro sinken.
Während die Telekom
bei traditionellen Telefonanschlüssen 2008 mit einem Minus um 1,7 bis 1,9 Millionen rechnet - wodurch der Marktanteil von 82 auf 73 bis 75 Prozent sinken wird - seien bei Breitbandanschlüssen Steigerungen zu erwarten. Die Telekom
will in diesem Jahr 1,6 Mill. Breitband-Kunden gewinnen und ihren Marktanteil in dem Segment damit um mindestens einen Prozentpunkt auf 45 Prozent erhöhen. Auch im Jahr 2010 will die Telekom
bei Breitbandanschlüssen einen Marktanteil von über 45 Prozent haben, während sie bei klassischen Anschlüssen bis dann mit einem Rückgang auf 65 Prozent rechnet.

