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26.03.2008 

In der mobilen Welt ist das aber anders. Hier kontrollieren die Netzbetreiber, wer mit ihnen Geschäfte machen darf und wer nicht. Sie regeln zum Beispiel durch unterschiedliche Zugangspunkte in das mobile Internet, wie die Preise ausfallen. Wer sich über die Webportale der Mobilfunker auf deren Dienste ins Web einwählt, zahlt oft dramatisch weniger für Internet als jemand, der ein offenes "APN" auf seinem Handy nutzt und jede beliebige Seite ansurft oder ein fremdes E-Mail-Konto nutzt.

Google will Umsätze und Gewinne aber nicht mit Mobilfunkern teilen müssen. Schon gar nicht die mobilen Umsätze. Spätestens im Jahr 2010 werden mehr Menschen über mobile Geräte online gehen als über Schreibtisch-PCs, erwartet die OECD. Der Branchendienst Informa schätzt, dass bis 2011 der gesamte Weltmarkt für mobile Inhalte und Services auf rund 150 Milliarden Dollar anziehen wird. Auf dem Vormarsch sind lokale Suche, Geoinformationen wie Karten und Routenplaner sowie Dienstleistungen. Alles das bietet Google an. Werbefinanziert.

Google hat zudem 2007 ein eigenes Betriebssystem für Mobiltelefone namens Android angekündigt. Das ist offen für alle, aber bindet natürlich auch - werbefinanzierte - Google-Dienste wie Maps, Earth, E-Mail, Suche und Youtube optimal ein. Das System wird kostenlos an Handyhersteller abgegeben werden.

Doch das sichert nicht den Zugang zum Markt. Beispiel: T-Mobile. Derzeit sind Nokia-Telefone, die Zugang zum Nokia-eigenen Download-Musikshop ermöglichen, vom Telekom -Riesen ausgelistet, bestätigte eine Nokia -Sprecherin. Man sei in Gesprächen. T-Mobile will sich das Geschäft mit eigenen Inhalten nicht vermiesen lassen.

Ein offenes "Wi-Fi 2.0", wie Google-Anwalt Rick Whitt es nennt, über weiße Flecken im Frequenzband wäre genau die Alternative, die Google sucht.

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