Bereinigt um diese Sonderausgaben liegt der Gewinn je Aktie bei 0,38 (0,26) Euro und damit etwas besser als erwartet worden war. In den ersten drei Monaten 2008 verkaufte Nokia
115,5 Mill. Geräte weltweit. Das waren etwas mehr als Experten vorhergesagt hatten. Allerdings sank der durchschnittliche Verkaufspreis von zuletzt 83 Euro auf 79 Euro. Kallasvuo bezifferte den Weltmarktanteil im ersten Quartal auf 39 Prozent. Das ist rund ein Prozentpunkt weniger als die Finnen noch im vierten Quartal vergangenen Jahres hielten. Allerdings hat der finnische Vorzeigekonzern damit immer noch einen größeren Weltmarktanteil als die drei Verfolger, Samsung, Motorola und LG, zusammen. Außerdem rechnet Kallasvuo mit einem steigenden Weltmarktanteil für seinen Konzern in der zweiten Jahreshälfte.
Nokia
hat in den vergangenen Jahren Anleger und Analysten immer wieder mit neuen Rekorden verwöhnt. So stieg allein im vergangenen Jahr die Nokia
-Aktie um 71 Prozent. Doch die guten Zeiten sind zumindest vorübergehend vorbei: In diesem Jahr gab die Nokia
-Aktie in Helsinki 24 Prozent nach. Und auch die ansonsten rosig beschriebenen Zukunftsaussichten wurden jetzt von Nokia
-Chef Kallasvuo gedämpft.
Das gilt auch für das Joint Venture Nokia Siemens Networks. Der Mobil- und Festnetz-Hersteller setzte mit 3,4 Mrd. Euro weniger um als erwartet worden war. Das Betriebsergebnis rutschte mit einem Minus von 74 Mill. Euro in die roten Zahlen. In dem Fehlbetrag sind allerdings einmalige Ausgaben für Umstrukturierungskosten enthalten.
Doch für das von Nokia
und Siemens gegründete Gemeinschaftsunternehmen sieht es auch künftig nicht rosig aus: Nokia
rechnet für dieses Jahr nur noch mit einer Stagnation gemessen in Euro. Noch im letzten Quartal war man von einem "leichten Wachstum" bei Netzen ausgegangen. Der Grund für die Korrektur: Viele Netze werden in Regionen verkauft, in denen mit dem schwachen Dollar bezahlt wird.

