Also wird die Integration schwerer als frühere werden?
Die Übernahme von BEA ist nicht nur die zweitgrößte in der Firmengeschichte und damit per se schon ein schwerer Brocken. Es ist aber auch der Zukauf, der sowohl intern als auch extern am schwersten zu begründen sein wird. Einige Analysten sprechen bereits von "Größenwahn". So hat zum Beispiel SAP
-Chef
Henning Kagermann ein Interesse an BEA bestritten mit eben jenem Verweis auf die großen Überlappungen.
Wie werden die Kunden auf die Übernahme reagieren?
Sie werden zunächst verunsichert sein. Informationstechnik ist teuer, die Kunden legen großen Wert auf den Schutz dieser Investitionen. Allerdings ist es Oracle
in der Vergangenheit relativ gut gelungen, die Kunden nach Übernahmen bei der Stange zu halten.
Sind die Investoren ähnlich gelassen?
Sie stützen den Kurs von Ellison derzeit noch. Die Aktie von Oracle
hat in den letzten zwei Jahren von etwa zwölf Dollar auf über 20 Dollar zugelegt. Dennoch gibt es auch warnende Stimmen unter Analysten, die vor allem auf die Abhängigkeit von weiteren, großen Übernahmen hinweisen.
Wer könnte das nächste Opfer sein?
Marktbeobachter nennen Namen wie den Softwareanbieter Tibco. Klar ist: Künftig wird Intergrations- Software nur noch von den vier großen Anbietern Oracle,
SAP,
IBM
und Microsoft
angeboten werden.

