15. November 2006
Die Staatsanwaltschaft durchsucht Dutzende Siemens
-Büros. Der Schmiergeldskandal kommt im Bereich Com in Gang. Mehrere Manager wandern in Haft.
12. Dezember 2006
Siemens
muss auf Grund der Korruptionsaffäre seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2005/06 korrigieren. Finanzvorstand Joe Kaeser überprüft fragwürdige Zahlungen über 420 Mill. Euro. Konzernchef Kleinfeld kündigt einen rigorosen Kampf gegen illegale Geschäftspraktiken und eine Verschärfung der Kontrollen an.
24. Januar 2007
Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer wird auf der Hauptversammlung von Aktionären scharf angegriffen. Einen Rücktritt lehnt er ab.
14. Februar 2007
Die Staatsanwaltschaft Nürnberg durchsucht Firmenräume in Erlangen, Nürnberg und München wegen eines neuen Schmiergeldverdachts. Dabei geht es um Millionen, die Siemens
an die Gewerkschaft AUB überwiesen haben soll. Deren Chef Wilhelm Schelsky muss hinter Gitter.
19. April 2007
Von Pierer hält dem Druck nicht Stand und gibt seinen Rückzug als Aufsichtsratschef bekannt.
25. April 2007
Konzernchef Klaus Kleinfeld kündigt an, dass er für eine Vertragsverlängerung nicht bereitsteht.
20. Mai 2007
Der neue Aufsichtsratschef Gerhard Comme präsentiert in München Peter Löscher, der Konzernchef werden soll.
1. Juli 2007
Der gebürtige Österreicher Löscher fängt in der Siemens
-Zentrale in München an.
4. Oktober 2007
Siemens
zahlt ein Bußgeld von 201 Mill. Euro.
8. November 2007
Siemens
beziffert die Zahlungen, die in dunkle Kanäle geflossen sind, auf 1,3 Mrd. Euro.
24. Januar 2008
Auf der Hauptversammlung in München verschiebt der Konzern die Entlastung der meisten Vorstände und des ehemaligen Aufsichtsratschefs von Pierer. Nur Löscher wird entlastet.
18. April 2008
Von Pierer sagt nach neuen Vorwürfen auf eigene Initiative bei der Staatsanwaltschaft München aus.
23. April 2008
Medizintechnik-Chef Erich Reinhardt tritt überraschend zurück.

