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05.06.2007 
USA

Finanzinvestoren kaufen Telekom-Ausrüster Avaya

Die US-Investmentfirmen Silver Lake und TPG Capital wollen den amerikanischen Telekommunikationsausrüster Avaya übernehmen. Es handelt sich um die zweite Milliardentransaktion in der US-Telekom-Branche innerhalb weniger Wochen - und schon wieder ist TPG im Spiel.

HB NEW YORK. Avaya selbst teilte am Montag nach Börsenschluss mit, die Aktionäre sollten 17,50 Dollar je Aktie erhalten. Dies entspreche einem Aufgeld von 28 Prozent gegenüber dem 25. Mai. An diesem Tag gab es erste Berichte über eine Übernahme.

Die Transaktion soll im Herbst über die Bühne gehen. Die Avaya-Aktionäre und die Aufsichtsbehörden müssen erst zustimmen. Es hatten sich nach unbestätigten Berichten auch andere Telekom-Ausrüster wie Nortel für Avaya interessiert.

Avaya gehörte früher zum Telekomausrüster Lucent Technologies und davor zu AT&T. Avaya hat im vergangenen Geschäftsjahr 5,2 Milliarden Dollar umgesetzt und 201 Millionen Dollar verdient. Die Gesellschaft mit Sitz in Basking Ridge (US-Bundesstaat New Jersey) hat rund 20 000 Mitarbeiter.

Das Unternehmen gehörte zu den internationalen Sponsoren der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Deutschland. Avaya hat weltweit mehr als eine Million Unternehmenskunden, darunter mehr als 90 Prozent der 500 größten US-Gesellschaften. Sie nutzen Software, Hardware und Dienstleistungen von Avaya für ihre Kommunikationsnetze mit Audio-, Video-, Internet-, E-Mail- und Daten-Funktionen.

Erst kürzlich hatte TPG Capital bekannt gegeben, zusammen mit der Goldman-Sachs-Investmentfirma GS die fünftgrößte amerikanische Mobilfunkfirma Alltel für 27,5 Milliarden Dollar (20,3 Mrd Euro) übernehmen.

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