Microsoft befürchtet durch das drohende Ende des neuen Videoformats HD-DVD keine Nachteile für seine Marktposition.
HAMBURG. Microsoft
befürchtet durch das drohende Ende des neuen Videoformats HD-DVD keine Nachteile für seine Marktposition. Das Unternehmen gehe nicht davon aus, dass die aktuellen Ereignisse spürbare Auswirkungen auf die Spielekonsole Xbox 360 oder die eigene Position im Markt haben werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. HD-DVD sei nur einer von mehreren Wegen, über die Microsoft
seinen Kunden hochauflösendes Bildmaterial anbiete.
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Während in Sonys
Spielekonsole PlayStation 3 ein integriertes Blu- ray-Laufwerk zum Abspielen hochauflösender Filme und Spiele läuft, hatte Microsoft
bei seiner Xbox 360 auf einen frühzeitigen Marktstart gesetzt und später ein externes Laufwerk auf den Markt gebracht.
Dabei setzte das Unternehmen auf den HD-DVD-Standard. Die Vertreter der HD-DVD hatten im Januar auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas allerdings einen herben Rückschlag erlebt. Kurz vor Messestart hatte das Filmstudio Warner Bros. erklärt, künftig ausschließlich Blu-ray-Medien zu nutzen, was in der Branche als Todesstoß für die HD-DVD gewertet wurde.
Nach Erhebungen der US-Marktforschung NPD Group wurde die Xbox 360 in den USA im Januar allerdings erstmals von Sonys
Playstation 3 überholt. Während die PS3 269 000 Mal verkauft wurde, setzte Microsoft
lediglich 230 000 Konsolen ab. Marktführer bleibt den Zahlen zufolge Nintendo
mit 274 000 verkauften Wii-Konsolen, die weder über ein HD-DVD noch über ein Blu-ray-Laufwerk verfügen.

