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HANDELSBLATT, Dienstag, 6. November 2007, 10:01 Uhr
Quartalszahlen

BMW verfehlt Erwartungen weit

BMW hat im dritten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert. Außerdem bestätigte der Autobauer die Prognose fürs Gesamtjahr. Die Erwartungen der Analysten haben die Münchener aber weit verfehlt. Darauf reagierte auch die Börse.


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BMW-Werk Leipzig. Analysten hatten bessere Zahlen von dem Autobauer erwartet. Foto: ap
Bild vergrößernBMW-Werk Leipzig. Analysten hatten bessere Zahlen von dem Autobauer erwartet. Foto: ap

HB MÜNCHEN. Der Autobauer BMW hat im dritten Quartal deutlich weniger Gewinn eingefahren als erwartet. Das Ergebnis vor Steuern legte um 6,3 Prozent auf 765 Mill. Euro zu, blieb damit aber weit unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 913 Mill. Euro gerechnet hatten. Der Münchner Konzern bekräftigte die Erwartung, dass das Vorsteuerergebnis am Jahresende über dem bereinigten Vorjahreswert von 3,75 Mrd. Euro liegen soll. Mit einem Minus von 3,7 Prozent auf 43,12 Euro war die BMW-Aktie dennoch größter Verlierer im Dax.

Das Ergebnis belastet hätten im Quartal neben den Kosten für Markteinführung und Produktionsanlauf neuer Modelle die hohen Rohstoffkosten und der schwache US-Dollar, hieß es in der Mitteilung vom Dienstag. In den ersten neun Monaten brach der operative Gewinn um 17 Prozent auf 2,68 Mrd. Euro ein. Der Überschuss gab um zwei Prozent auf 2,14 Mrd. Euro nach; im dritten Quartal sorgten Steuereffekte für einen kräftigen Zuwachs auf 803 Mill. Euro.

BMW
Chart: BMW
Analystenmeinung
BAY.MOTOREN WERKE AG ST
Chart: BAY.MOTOREN WERKE AG ST
Analystenmeinung

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 11,1 Prozent auf 40,4 Mrd. Euro. Der Absatz legte um 7,2 Prozent auf 1,095 Mill. Autos zu. Für das Gesamtjahr peilt BMW einen Absatzzuwachs im höheren einstelligen Prozentbereich auf über 1,4 Mill. Fahrzeuge an. Alle drei Marken – BMW, Mini und Rolls-Royce – sollen neue Höchstwerte erreichen.


Bildergalerie Bildergalerie:  Die neue BMW-Welt in München


BMW-Chef Norbert Reithofer sagte, er rechne im vierten Quartal „mit einem noch stärkeren Absatzzuwachs, der auch zu einer sehr positiven Ergebnisentwicklung im Automobilgeschäft beitragen wird“. In den ersten neun Monaten ging das Ergebnis vor Steuern um 8,8 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro zurück, der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 38,8 Mrd. Euro, was einer Rendite von 5,5 Prozent entspricht. Mit der strategischen Neuausrichtung, die Reithofer Ende September angekündigt hat, soll das Automobilgeschäft ab 2012 eine Rendite von acht bis zehn Prozent erreichen. Dazu will BMW Kosten sparen und produktiver werden.


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