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HANDELSBLATT, Dienstag, 26. Februar 2008, 10:50 Uhr
Anleger nicht rundum zufrieden

Solon und Ersol auf Wachstumskurs

Der millionenschwere Kapazitätsausbau der vergangenen Jahre zahlt sich für die deutschen Solarfirmen immer mehr aus. So übertraf der Solarmodulhersteller Solon 2007 seine bereits angehobenen Umsatz- und Gewinnziele. Der ostdeutsche Solarzellenhersteller Ersol wurde dagegen im vergangenen Jahr durch seinen Ausbau gebremst.


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HB DÜSSELDORF. Bei einem Umsatzplus von 45 Prozent auf 503 Mill. Euro legte der operative Gewinn (Ebit) von Solon um 41 Prozent auf 35 Mill. Euro zu, wie das Berliner Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Vorstand hatte Zuwachsraten von 40 Prozent angekündigt. Netto verbuchte Solon bereinigt um Sondereffekte 21 (Vorjahr: 14,4) Mill. Euro, mit den Einmaleffekten waren es 37 Mill. Euro.

Zuvor befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 485 Mill. Euro, einem Ebit von 38 Mill. Euro und einem Nettoergebnis von 26 Mill. Euro gerechnet. Im Handel hieß es, das Ergebnis liege "in line", sei allerdings auf Grund der vielen Einmaleffekte schwer zu vergleichen. Die Effekte resultieren aus der Veräußerung und Neubewertung von Beteiligungen sowie der Rückzahlung der Wandelanleihe, wie es hieß.

2008 will Solon noch mehr an Fahrt gewinnen: Der Umsatz soll 850 bis 900 Mill. Euro erreichen und der Gewinn gleichfalls um 75 Prozent zulegen. Für 2009 sind Zuwachsraten von rund 50 Prozent vorgesehen. Das Unternehmen bekräftigte, bis 2012 einen Umsatz von zwei Mrd. Euro erreichen zu wollen. Hierfür sollen die Kapazitäten im Laufe dieses Jahres auf 500 Megawatt mehr als verdoppelt werden. Solon produziert an fünf Standorten in Deutschland, Österreich, Italien und den USA .

Der ostdeutsche Solarzellenhersteller Ersol wurde im vergangenen Jahr durch seinen 120 Mill. Euro teuren Kapazitätsausbau gebremst. Der Umsatz verbesserte sich zwar um ein Viertel auf 160,2 Mill. Euro. Operativ (Ebit) verdiente die Firma aber mit 22,3 Mill. Euro nur rund zwei Mill. Euro mehr als 2006; zudem blieb der Vorsteuergewinn mit 13,4 (19,7) Mill. Euro hinter den Schätzungen der Analysten von 16 Mill. Euro. Als Grund für den Rückgang nannte der Vorstand den gestiegenen Zinsaufwand für Kredite zur Finanzierung des Kapazitätsausbaus.

Mit dem Umsatz hat Ersol die Erwartungen der LBBW und die Konsensschätzungen übertroffen. Das sei maßgeblich auf das "außerordentlich starke" vierte Quartal bei dem Modulhandelsgeschäft Aimex zurückzuführen. Das Ebit habe sowohl den LBBW -Erwartungen als auch denen des Marktes entsprochen.

2008 soll sich die Expansion aber auszahlen und der Umsatz auf 300 bis 320 Mill. Euro verdoppeln; operativ wird ein Gewinn von 70 bis 80 Mill. Euro angepeilt. Für 2009 kündigte Ersol ein Ebit von 90 bis 100 Mill. Euro an und Erlöse von 420 bis 440 Millionen.

An der Börse wurden die Zahlen der Firmen unterschiedlich aufgenommen. Während die Papiere der Ersol um über vier Prozent auf 67,39 Euro zulegten, gaben die Solon -Aktien um rund fünf Prozent auf 51,50 Euro nach.


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