Nach dem Bau der Flughafenstrecke des Transrapids in Schanghai verhandelt das deutsche Konsortium über eine Verlängerung der Strecke in die 160 Kilometer entfernte Stadt Hangzhou. Im Oktober hieß es aus Berlin, eine Entscheidung der Regierung in Peking stehe unmittelbar bevor.
Derzeit ist nur eine Flughafenanbindung von rund 30 Kilometern in Schanghai in Betrieb, die rund 1,2 Mrd. Euro gekostet hat. Die Verlängerung nach Hangzhou und zum Gelände der geplanten Weltausstellung 2010 in Schanghai ist bereits seit fast drei Jahren im Gespräch. Nach der erfolgreichen Jungfernfahrt der Magnetschwebebahn Silvester 2002 hatten die Chinesen die Verlängerung bereits in Aussicht gestellt.
Die Trasse in Schanghai ist bislang der weltweit einzige kommerzielle Einsatz der Magnetschwebebahn. In Deutschland ist lediglich ebenfalls eine Flughafenanbindung in München geplant, deren Finanzierung allerdings noch unklar ist. Geschätzt werden die Kosten für die etwa 36 Kilometer lange Strecke auf 1,6 Mrd. Euro. Früher geplante Verbindungen im Ruhrgebiet und zwischen Hamburg und Berlin wurden wegen der Kosten nicht gebaut.
Ende 2005 hatten Transrapid-Projekte in Nordamerika einen neuen Schub erhalten. Der US-Kongress hat 90 Mill. Dollar für die Planung von zwei Transrapid-Strecken bewilligt. Die Hälfte der Mittel sind für Planfeststellungsverfahren und Finanzierungsplanungen der 56 Kilometer um Las Vegas vorgesehen. Die zweite Tranche soll für Projekte an der Ostküste verwandt werden: Hier konkurrieren die 87-Kilometer-Strecke vom Flughafen Pittsburgh nach Greensburg, die 63-Kilometer-Trasse von Baltimore nach Washington und das 50-Kilometer-Projekt von Atlanta zum Flughafen Hartsfield miteinander.