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HANDELSBLATT, Donnerstag, 23. Februar 2006, 11:23 Uhr
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China hatte mit Beginn des Jahres 2003 als erstes Land weltweit eine kommerzielle Strecke von rund 30 Kilometern Länge zwischen dem Wirtschaftszentrum und dem Flughafen Schanghai in Betrieb genommen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern in der Stunde erreicht der Zug sein Ziel in acht Minuten. Seitdem sind mit der Schwebebahn rund sechs Mill. Menschen gefahren. Das Projekt kostete rund 1,2 Mrd. Euro.

Bereits damals war die Verlängerung nach Hangzhou in Aussicht gestellt worden, die Gespräche zogen sich aber über Jahre in die Länge. Noch im Oktober hatte der damalige Verkehrsminister Manfred Stolpe von einem Vertragsabschluss in greifbarer Nähe gesprochen.

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Die Trasse in Schanghai ist bislang der weltweit einzige kommerzielle Einsatz der Magnetschwebebahn. In Deutschland ist bislang lediglich eine Flughafenanbindung in München geplant, deren Finanzierung allerdings noch unklar ist. Geschätzt werden die Kosten für die etwa 36-Kilometer lange Strecke auf 1,6 Mrd. Euro. Früher geplante Verbindungen im Ruhrgebiet und zwischen Hamburg und Berlin wurden wegen der Kosten verworfen.

Auch in Nordamerika sind Transrapid-Projekte geplant, die im vergangenen Jahr einen Schub erhielten. Der US-Kongress hatte 90 Mill. Dollar für die Planung von zwei Transrapid-Strecken bewilligt. Die Hälfte der Mittel sind für Planfeststellungsverfahren und Finanzierungsplanungen der 56-Kilometer-Strecke um Las Vegas vorgesehen. Die zweite Tranche soll für Projekte an der Ostküste verwandt werden: Hier konkurrieren die 87-Kilometer-Strecke vom Flughafen Pittsburgh nach Greensburg, die 63-Kilometer-Trasse von Baltimore nach Washington und das 50-Kilometer-Projekt von Atlanta zum Flughafen Hartsfield miteinander.


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