UnternehmenIndustrie
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Dienstag, 19. September 2006, 07:08 Uhr
 Mehr zum Thema: Der Transrapid in Deutschland
Tabellen und Infografiken

Infografik: Geplante Transrapid-Trasse für München (27.03. 11:00)

Artikel

Transrapid-Befürworter wollen Klarheit über Kosten  (12.01. 13:48)

Artikel

Transrapid – ein Drama in vielen Akten  (26.09. 07:19)

Zum Special ...



Infografik: Transrapid-Netz - die Planungen von 1979. Für die vollständige Grafik bitte klicken!  Grafik: Handelsblatt
Bild vergrößernInfografik: Transrapid-Netz - die Planungen von 1979. Für die vollständige Grafik bitte klicken! Grafik: Handelsblatt

Thyssen-Krupp sehe sich bei der Entscheidung nicht durch die Partnerschaft mit Siemens behindert: „Die Magnetbahntechnologie kommt allein von ThyssenKrupp, der Rest kommt von Siemens. Für unseren Teil können wir allein entscheiden“, betonte er.

Das Bundesverkehrsministerium kündigte eine baldige Entscheidung über die Trasse in München an. Das Ministerium sei der Auffassung, dass ein Beschluss über die Finanzierung noch im Herbst getroffen werden solle. Dies habe das Ministerium auch in Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und dessen Wirtschaftsminister Erwin Huber (beide CSU) deutlich gemacht.

Weltweit ist der Transrapid bislang nur in der chinesischen Metropole Schanghai in Betrieb, wo er den Finanzdistrikt Pudong mit dem Flughafen verbindet. Berlien argumentiert, dass die Magnetschwebebahn sich nur dann aus Deutschland heraus verkaufen lasse, wenn eine Strecke im Inland realisiert wird. Interesse am Transrapid hatten auch die USA und Katar gezeigt. Zudem bestehe die Gefahr, dass China mit einem eigenen Transrapid an den Start gehen könnte, warnte Berlien. Noch sichere die in Deutschland entwickelte Technologie einen großen Vorsprung. Doch die Lücke könne in fünf bis sieben Jahren geschlossen werden.

Siemens
Chart: Siemens
Analystenmeinung

Weitere Kursdaten:

ThyssenKrupp
THYSSENKRUPP AG O.N.
Chart: THYSSENKRUPP AG O.N.
Analystenmeinung

„Ich hoffe für den Standort Deutschland, dass wir es selbst hinbekommen“, sagte Berlien. „Wenn der Auftrag in München kommt, sind das für uns 400 Mill. Euro Umsatz im Geschäftsjahr“, rechnete er vor. Die Finanzierung der bayerischen Strecke, die nach Schätzungen rund 1,8 Mrd. Euro kosten soll, ist allerdings unklar. Verbindungen im Ruhrgebiet und zwischen Hamburg und Berlin waren wegen der Kosten verworfen worden.

Berlien beklagte, dass in Deutschland zu oft lange Debatten um den Einsatz innovativer Technologie geführt würden: „Wir haben in Deutschland die Mentalität, das Haar in der Suppe zu suchen.“ Im Fall des Transrapid sei Thyssen-Krupp aber nicht mehr bereit, einem endlosen Tauziehen um die Finanzierung der Strecke in Bayern zuzuschauen. Für Thyssen-Krupp habe die Magnetschwebebahn wirtschaftlich nur eine untergeordnete Bedeutung. Der Jahresumsatz mit dem Zug von 110 Mill. Euro sei nur eine „homöopathische Dosis“.


HOCH GELOBT UND DOCH VERSCHMÄHT

Hoffnungen
Ursprünglich sollte der Transrapid die Metropolen der alten Bundesrepublik verbinden (Grafik). Nachdem die Einsatzreife für den Zug 1991 festgestellt worden war, schrumpften die Pläne: Ein Jahr später wurde lediglich eine Verbindung von Hamburg nach Berlin in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Der Bau der Strecke wurde 1994 beschlossen.

Rückschläge
Anfang 2000 wurde das Projekt Hamburg-Berlin aufgegeben. Stattdessen wurden fünf Alternativen für einen Kurzstreckeneinsatz des Transrapids untersucht. Auf den Metrorapid, eine Verbindung zwischen Dortmund und Düsseldorf, wurde 2003 aus finanziellen Gründen verzichtet. Letzte Chance für eine deutsche Referenzstrecke ist deshalb die geplante Flughafen-Anbindung in München.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Die Macht der Erzförderer wächst(15.05. 15:21)
Artikel Salzgitter mit Gewinnrückgang zum Jahresbeginn(15.05. 15:18)
Artikel KlöCo sieht Wachstum für Gesamtjahr(15.05. 15:11)
Artikel RWE verliert Hunderttausende Kunden(15.05. 15:07)
Artikel General Motors steckt im Problemsumpf fest(15.05. 12:30)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

TECHNOLOGIE
ArtikelJüngste Sternenexplosion in der Milchstraße
ArtikelLuftwände versperren Tabakqualm den Weg
QuizVielflieger gefragt
Lesen Sie aktuell auf   
US-Investor Icahn eröffnet das Feuer auf Yahoo
Hansens Eintritt in den Konzernvorstand
» weitere Meldungen
KÖPFE
15.05. 15:30 Nachfolgestreit überschattet Pleisters 60. Geburtstag
Eine offizielle Feier wird es heute nicht geben zum sechzigsten Geburtstag von Christopher Pleister. Das hat der Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken nicht gewollt. Dabei könnte es die letzte Gelegenheit sein, spotten Kritiker. Zwar will Pleister nach 2009 erneut kandidieren, doch nicht alle Genossen sind dafür.
15.05. 13:16 Aus eigener Züchtung
Nach 27 Jahren im Dienste des Drogeriemarktriesen dm führt Erich Harsch von Freitag an die Geschäfte der Kette. Vor seinem Vorgänger und Unternehmensgründer Götz Werner muss sich Harsch künftig im Aufsichtsrat verantworten - eine schwere Bürde für den Manager.
15.05. 11:53 Fitch entlässt Chef des deutschen Bankenteams
Die Ratingagentur Fitch verkleinert ihr Team zur Bonitätsbewertung von Banken in Frankfurt. Nach Angaben aus Finanzkreisen musste der Leiter des Frankfurter Bankenteams, Thomas von Lüpke, seinen Posten verlassen. Das vier Analysten umfassende Team werde nun von London aus geleitet.
ArtikelDer stille Macher zog der Cobra die Zähne  (15.05)
ArtikelWenn der Gegenspieler zum Chef wird  (15.05)
ArtikelEin echter Telekomfan  (14.05)
BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Einmal Sterne und zurück
Von einer „Hochzeit im Himmel“ spricht Jürgen Schrempp, als er vor zehn Jahren, am 7. Mai 1998, die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler zur „Welt AG“ verkündet. „Wir können es jetzt mit jedem aufnehmen.“ Heute ist die Unternehmensehe längst geschieden. Einmal Sterne und zurück – die wichtigsten Meilensteine der Verbindung. Und: Wie Daimler und Chrysler heute dastehen.

Tino Andresen und Carsten Herz
Bildergalerie  Die wertvollsten Banken Europas
Die Finanzkrise wirkt sich massiv auf die Börsenwerte der europäischen Großbanken aus. Auch Rezessionsängste und enttäuschende Quartalszahlen verschrecken die Anleger. Das wirbelt die Rangfolge der Kreditinstitute durcheinander. Die Top ten der wertvollsten Banken Europas und wo die deutschen Institute stehen.

Bildergalerie  Die spektakulärsten Banken-Schieflagen seit 1974
Die deutsche Bankenszene hat schon so manchen Tiefschlag wegstecken müssen: Immer wieder gab es spektakuläre Pleite und bemerkenswerte Schieflagen von Instituten, die für Schlagzeilen sorgten. Ein Überblick über einige der spektakulärsten Fälle seit 1974.

Bildergalerie  28 Milliarden für die Anleger
Mit 28 Milliarden Euro schütten die Dax-Konzerne in diesem Jahr so viel Geld aus wie noch nie. Trotzdem gibt es auf den Hauptversammlungen Anlass, kritisch nachzuhaken – denn ob die Unternehmen auch im nächsten Jahr noch auf Rekordniveau verteilen, ist fraglich. Welche Konzerne die höchste Dividendenrendite aufweisen – und welche Fragen die Aktionäre welchem Unternehmen unbedingt stellen sollten.

Bildergalerie  Was Dax-Konzerne ihren Aufsehern zahlen
Die wachsende Professionalisierung deutscher Aufsichtsräte zahlt sich für die Mitglieder der Kontrollgremien in barer Münze aus. Die 30 Dax-Firmen ließen sich ihre Chefaufseher im vergangenen Jahr durchschnittlich 15 Prozent mehr kosten als im Vorjahr. Doch die Bezüge unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen enorm – ein Ranking.

Bildergalerie  Die größten US-Unternehmen
Welches sind die größten Unternehmen der Vereinigten Staaten? Wir zeigen die Topfirmen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaft mit Logos und Chefs. Auch Informationen zu Umsatz und Ergebnis und deren Entwicklungen finden sich, ebenso Mitarbeiterzahl und Börsenwert – das ultimative Ranking.

Business-Wissen
Die neuesten Managementbücher, Fallstudien und Forschungsergebnisse von der Handelsblatt-Redaktion für Sie ausgewählt und auf den Punkt gebracht.
Dax-30-Klickspiel
AUSSENWIRTSCHAFT
ArtikelFinanzkrise belastet Indien-Geschäft
ArtikelImporte aus China fast verdreifacht
ArtikelMerkel lenkt den Blick auf Lateinamerika
BUSINESS-MONITOR
ExklusivmeldungTop-Manager fordern Vereinfachung des Steuersystems
ArtikelGroße Trends, große Chancen
ExklusivmeldungUnternehmen rüsten sich gegen Währungsrisiken
MARKTINFORMATIONEN
 DAX 7.081,05 -0,03%
 L-Dax 7.106,22 +0,17%
 TecDAX 861,39 -0,41%
 L-TecDAX 861,36 -0,37%
 Dow 12.992,66 +0,73%
 Nasdaq 2.031,34 +1,70%
 Nikkei 225 14.363,62 +1,74%
 DJGTitans 194,96 +0,18%
 Euro(USD) 1,5475 +0,22%
 Euro-Bund 113,18 -0,47%
 Gold NY 865,00 -1,26%
 Rohöl ($/B) 121,76 -2,22%
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Dt. Post 21,31 +2,65%
 Postbank 59,15 +2,58%
 Henkel 29,64 +2,42%
 MünchenerRück 121,05 -1,26%
 MAN 97,365 -1,51%
 Bayer 55,005 -1,67%
MARKTBERICHTE
ArtikelWall Street schließt dank Ölpreis und Yahoo im Plus  (15.05)
ArtikelDax: Quartalszahlen-Flut lässt Anleger kalt  (15.05)
ArtikelBörse Moskau: Gute BIP-Zahlen in Europa stützen  (15.05)

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Geschäftsführer-Quiz

Bei Fehlern drohen Geschäftsführern Haftungsfolgen. Testen Sie Ihr Wissen.
Vielflieger gefragt

Testen Sie Ihr Wissen rund ums Thema Fliegen im aktuellen Luftfahrt-Quiz.
Steuerpläne

Wann die deutschen Steuerzahler mit welchen Entlastungen rechnen dürfen.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick