| HANDELSBLATT, Freitag, 15. Juni 2007, 09:22 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Der deutsche Solarzellen-Hersteller Q-Cells hält es für möglich, dass die Knappheit des begehrten Siliziums länger dauert als bisher gedacht. Bis 2008 beziehungsweise Anfang 2009 werde die Situation angespannt bleiben, sagte Firmenchef Anton Milner am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Berlin. Wacker geht davon aus, das sich erst ab 2010 der Markt beruhigt, dann könnten die jetzt geplanten Anlagen in vollem Umfang liefern. Zudem konkurriert die Solarindustrie mit den Abnehmern aus der Halbleiterbranche, die Polysilizium für die Wafer- und Chipfertigung verwendet. Zur Zeit geht etwa die Hälfte der produzierten Menge in die Chipinindustrie, die Wacker-Halbleiter-Tochter Siltronic ist der beste Kunde.
Wacker macht mit Polysilizium rund zehn Prozent seines Konzernumsatzes. Weitere große Standbeine sind die Herstellung von Silikonen vor allem für die Bauindustrie, die Polymer- sowie die Feinchemikalienproduktion. Rund ein Drittel des Umsatzes stammt von Siltronic. 2006 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 21 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro, der Reingewinn hat sich auf 311 Mill. Euro verdoppelt. Die wachsende Nachfrage aus der Solarzellen- und Chipindustrie und die gut laufenden Geschäfte in der Spezialchemie sollen zu einem neuen Rekordjahr führen, sagte Peter-Alexander Wacker auf der Hauptversammlung Ende Mai. Er geht von einem Umsatzzuwachs von zehn Prozent aus, auch die Profitabilität soll weiter steigen. Wacker will die Aktivitäten vor allem in Asien ausbauen. Wacker war im vergangenen Jahr die zweitgrößte Börsenemission in Deutschland. Nach einem volatilen Start hat die Aktie kontinuierlich zugelegt: Am Donnerstag stieg der Kurs um 2,4 Prozent auf 163 Euro. Damit hat sich der Kurs binnen Jahresfrist verdoppelt. | ||||||||||||||||||||||||
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