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26.09.2007 

Manager aus der Branche äußern sich dessen ungeachtet eher zurückhaltend gegenüber einer neuen Fusionswelle. Diese sei keineswegs zwingend notwendig, sagte jüngst Novartis-Chef Daniel Vasella in einem Interview mit „La Tribune“. Große Merger leisteten letztlich wenig für die Produktivität der Forschung. Boehringer-Chef Alessandro Banchi warnt unterdessen, dass Pharma-Konzerne aber einer gewissen Größe nur noch schwer zu steuern seien.

In der Tat haben Merger-Strategien in punkto Innovationskraft bisher keine gute Erfolgsbilanz zu bieten. Weder Pfizer noch GSK und Sanofi ist es gelungen, ihre einstige Effizienz in der Produktentwicklung auf die neue Größenordnung zu übertragen. Andererseits garantiert auch der Verzicht auf Übernahmen keine volle Pipeline. So mussten auch Unternehmen wie Merck & Co oder Eli Lilly, die sich aus dem Übernahmegetümmel stets heraushielten, in den vergangenen Jahren Schwächephasen verkraften, nachdem Patente ausgelaufen waren und nicht genügend Neuentwicklungen aus den Labors kamen.

Gravierende Kartellhürden würden einem neuen Konsolidierungsschub kaum entgegenstehen. Mit einem Weltmarktanteil von etwa sieben Prozent beim Branchenführer ist die Industrie von oligopolartigen Strukturen noch weit entfernt. Die vier größten Hersteller der Branche verlieren derzeit Marktanteile.

Etwas höher ist die Konzentration, wenn man einzelne Indikationsgebiete betrachtet. So hätten die britischen Konzerne GSK und Astra-Zeneca im Falle einer Fusion womöglich erhebliche Kartellprobleme aufgrund ihrer starken Stellung bei Asthma-Medikamenten. Sanofi und Lilly halten jeweils große Anteile im Insulingeschäft. Im Rheumabereich teilen sich wenige Anbieter wie Amgen, Wyeth und Abbott den Markt. Insgesamt jedoch bietet die Pharmawelt nach wie vor erheblichen Spielraum für neue Kombinationen.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Kombination 1: Novartis und Roche

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