Die Konkurrenz sieht Champix derzeit als den wesentlichen Treiber des Marktes an. Das Segment der Tabletten und Kapseln, in dem Champix angesiedelt ist, wuchs 2007 um mehr als 300 Prozent und macht mittlerweile 29 Prozent des Marktes für Raucherentwöhnungsprodukte aus. Zum Vergleich: Der Umsatz mit Nikotin-Kaugummis stieg um 13 Prozent.
Im Unterschied zu Nicorette und Co. ist Champix frei von Nikotin. Die Substanzen setzen an den Nervenzellen im Gehirn an, die Mediziner für körperliche Suchterkrankungen verantwortlich machen. Die Kosten für Champix werden von den Krankenkassen in Deutschland nicht erstattet, da es als Lifestyle-Medikament gilt.
Als verschreibungspflichtige Nichtraucherpille ist Champix derzeit ohne nennenswerte Konkurrenz im Markt. Das Nichtrauchermittel Zyban von Glaxo
-Smithkline,
die vor Jahren noch als Wunderpille gefeierte wurde, wird vom Hersteller derzeit werblich nicht unterstützt, weil es nicht im strategischen Fokus liege, wie es bei Glaxo
-Smithkline
heißt.
Zyban ist jedoch wegen seiner Nebenwirkungen sehr umstritten, da es die Stimmung beeinflussen soll. Das Medikament war ursprünglich zur Behandlung von Depressionen entwickelt worden. Der Pharmahersteller Sanofi
-Aventis
wollte sein Medikament Rimonabant, das er ursprünglich als Appetitzügler entwickelt hatte, ebenfalls in den Raucherentwöhnungsmarkt schicken. Die Behörden in den USA und Europa haben im vergangenen Jahr jedoch eine entsprechende Zulassung abgelehnt.
Champix sorgte Mitte Dezember für Schlagzeilen, weil die Europäische Arzneimittelagentur EMEA verbesserte Warnhinweise für Ärzte und Patienten verlangte. Patienten, die das Medikament verwendet hätten, sollen über Selbstmordgedanken und Selbstmordversuche berichtet haben. Pfizer
arbeitet nun mit der EMEA zusammen, um die Vorfälle zu prüfen.

