Vorsichtiger äußerte sich der Vorstand zu der Kunststoffsparte MaterialScience. Sie werde voraussichtlich im ersten Quartal ein im Vergleich zum vierten Quartal stagnierendes Ebitda erzielen. Eine konkrete Prognose für den Bereich im Gesamtjahr gab Bayer nicht. Das Ertragsniveau werde wohl unter dem des Jahres 2007 liegen, hieß es lediglich. Zukünftig soll das Geschäft bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine bereinigte operative Rendite von mehr als 18 Prozent abwerfen. 2007 lag sie bei 15,4 Prozent.
Bayer hat seine Nettoverschuldung im vergangenen Jahr um 5,4 Mrd auf 12,2 Mrd Euro verringert. Dazu hätten sowohl der operative Cashflow als auch die Desinvestitionen beigetragen, sagte Finanzvorstand Klaus Kühn. In der Nettoverschuldung bereits enthalten sind Kühn zufolge die für die beschlossene Abfindung der verbliebenen Schering-Minderheitsaktionäre benötigten Mittel von rund 700 Mio Euro. Bayer sei zuversichtlich, im laufenden Jahr die Verschuldung weiter zurückzuführen zu können und 2009 das Ziel eines A-Ratings zu erreichen.
Insgesamt, so erklärte Konzernchef Wenning, sei im laufenden Jahr mit Sonderaufwendungen von 650 Millionen Euro zu rechnen, davon seien rund 400 bis 450 Millionen Euro zahlungswirksam. Grund sei vor allem die Integration von Schering und laufende Sparprogramme im Pflanzenschutz und in der Chemie.
Analysten der LBBW zeigten sich leicht enttäuscht von dem Ergebnis. Für das laufenden Jahr gehen sie aber davon aus, dass der Konzern seine Ziele erreicht.
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