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01.04.2008 

Die Zahl der an Typ-2-Diabetes Erkrankten nimmt mit zunehmendem Wohlstand und steigender Fettleibigkeit der Menschen in den Industrieländern rasant zu. Nach Schätzungen der Internationalen Diabetes Förderation wird die Zahl der Diabetiker weltweit bis 2025 um mehr als 50 Prozent ansteigen: von 246 Millionen im vergangenen Jahr auf dann 380 Millionen. Novo Nordisk agiert damit in einem der am schnellsten wachsenden Pharmamärkte. Analysten von JP Morgan halten bei Liraglutide sogar Umsätze von bis zu drei Mrd. Dollar für möglich.

Dass Novo Nordisk trotz späterem Marktstart die Wettbewerber überholen kann, hat das dänische Unternehmen in der Vergangenheit schon bewiesen - bei den kurz wirkenden modernen Insulinen beispielsweise, wo Lilly vor ein paar Jahren ebenfalls zunächst die Nase vorn hatte. Mittlerweile liegt der Marktanteil von Novo Nordisk im Segment der modernen gentechnisch hergestellten Insuline gemessen am Volumen mit über 40 Prozent fast doppelt so hoch wie der von Lilly, zeigen Zahlen des Marktforschungsinstituts IMS Health. Dritter großer Spieler im Insulinmarkt ist Sanofi -Aventis, der mit dem Produkt Lantus bei den lange wirkenden Insulinen vorne liegt.

Bei der Aufholjagd vertraut Novo-Chef Sørensen auf die Spezialisierung des Konzerns, der seit mehr als 80 Jahren in der Diabetesforschung einen Namen hat. Knapp drei Viertel des Umsatzes mach Novo Nordisk mit Diabetes. Die Nähe zum Patienten, die medizinischen Begleitprogramme und die klinischen Studien nennt Sørensen als wichtige Erfolgsfaktoren. In dem weltweit größten Markt, den USA, haben die Dänen zuletzt außerdem den Außendienst von 1 200 auf 1 900 aufgestockt.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Celerant ist die Konzentration auf das Kerngeschäft zentraler Teil der Erfolgsstory des Konzerns, der schneller als viele Konkurrenzunternehmen wächst. "Novo Nordisk hat eine singuläre Position in einem stark wachsenden Markt und hat bisher immer wieder gezeigt, dass das Unternehmen die Marktführerschaft auch verteidigen kann", urteilt Rudolf Jerrentrup, Pharmaexperte von Celerant.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Als Spezialist im Big-Pharma-Business unterwegs

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