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22.04.2008 

Q-Cells war es aber gelungen, sich durch langfristige Verträge und den Erwerb von Rohstoffverarbeitern genug Silizium zu einem guten Preis zu sichern und konnte daher einen Vorsprung bei herkömmlichen kristallinen Zellen herausholen. Sharp will dafür jetzt die Beschaffung innerhalb der Firmengruppe ausbauen. Dünnschicht-Zellen benötigen jedoch nur ein Hundertstel der Siliziummenge, die für kristalline Zellen benötigt wird. Die Bedeutung als Kostenfaktor nimmt daher mit deren Einführung ab.

Konkurrent Sanyo investiert deshalb ebenfalls kräftig in diese Technik. In diesen Tagen eröffnet der Konzern am Standort Gifu ein neues Entwicklungszentrum mit der ausdrücklichen Aufgabe, den Dünnschichtaufbau zu optimieren. "Wir betrachten die nächste Generation der Dünnschichtzellen als die dritte Generation von Solarzellen nach unseren HIT-Zellen", sagt Entwicklungsvorstand Shinya Tsuda. Für die kommenden drei Jahre sind bei Sanyo Investitionen in Höhe von 80 Mrd. Yen in die Zwischentechnik HIT geplant, so dass 2010 Produktionskapazitäten von 650 Megawatt jährlich bereit stehen. Ebenso wie Sharp und Kyocera schielt Sanyo ausdrücklich auf den deutschen Markt mit seinen großzügigen Einspeisegarantien.

Die Niederlage im deutsch-japanischen Wettkampf fuchst Sharp scheinbar besonders. Toshishige Hamano, im Vorstand des Elektrokonzerns für Solartechnik zuständig, mokierte: "Man kann uns und Q-Cells gar nicht vergleichen." Er verwies auf einen fundamentalen Unterschied zwischen dem eigenen Geschäftsmodell und dem des deutschen Rivalen hin: "Q-Cells stellt nur Zellen her. Sie stellen keine Module her. Wir von Sharp besitzen die gesamte Wertschöpfungkette vom Rohstoff bis zum Modul, Q-Cells nicht", sagt Hamano. Q-Cells kaufe von Zulieferern fertige Wafer, also Grundplatten, die aus Sharp-Sicht ein Zwischenprodukt sind, sagt Hamano. Die Öffentlichkeit nehme zwar direkte Konkurrenz zwischen den Unternehmen wahr, dies entspreche jedoch nicht der Wirklichkeit in seinem Geschäftszweig.

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